Pressemitteilung | BGA - Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen e.V.
Anzeige

Wann rollt der „60 Tonner“ in Deutschland? / Expertenforum zum Modularen Nutzfahrzeugsystem bei der EuroCargo in Köln

(Berlin) - „Längere Lkw-Kombinationen sind ein wirkungsvolles und sicheres Mittel, um dem Verkehrskollaps auf deutschen Autobahnen wirkungsvoll zu begegnen. Überdies könnten Schäden für die Umwelt hierdurch minimiert werden. Jüngste Berechnungen zeigen, dass die CO2-Emissionen und der Straßenabrieb um bis zu 30 Prozent reduziert werden könnten, wenn - ähnlich wie in Holland und Schweden - so genannte 60 Tonnen Lkw zugelassen würden.“ Dies erklärt Gerhard Riemann, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute (30. Mai 2006) anlässlich der Eröffnung der EuroCargo Messe in Köln.

Verschiedene Messungen in Deutschland und Holland zeigen, dass bei Volumentransporten der Spritverbrauch je Volumeneinheit um rund 30 Prozent gesenkt werden kann. Gleichzeitig sinkt der Achsdruck auf die Straße ebenfalls um rund 30 Prozent, da diese längeren Lkw-Kombinationen über sieben bis neun Achsen, statt der bisherigen fünf Achsen verfügen. Dadurch würde die bereits stark angegriffene Verkehrsinfrastruktur in Deutschland entlastet. Aktuelle Daten über den holländischen Modellversuch sowie Berechnungen aus Deutschland werden in einem Expertenforum zum Modularen Nutzfahrzeugsystem am 31. Mai bei der Messe vorgestellt.

„Verlagerungen von der Schiene auf die Straße sind durch das Modulare Nutzfahrzeugsystem nicht zu befürchten“, so Riemann weiter. „Denn alleine aus Kapazitätsgründen werden Bahn und Binnenschifffahrt nur 20 Prozent des bis zum Jahre 2015 prognostizierten Verkehrswachstums aufnehmen können. Der Großteil würde über die Straße rollen. Ohne Maßnahmen würden künftig dort fünf Lkw fahren wo es heute noch drei Lkw sind. Die längeren Lkw nach holländischem Vorbild könnten aber für eine spürbare Entlastung und Entzerrung sorgen. Denn statt drei herkömmlichen Lkw würde die gleiche Menge an Gütern mit zwei Lkw transportiert. Das Verkehrswachstum könnte durch diese längeren Fahrzeuge aufgefangen werden. Das ist umweltschonender und auch für die Unternehmen kostengünstiger, so dass ein weiterer Anreiz entstünde in Fahrzeuge der Euro-5-Norm zu investieren“, so der BGA-Verkehrsexperte abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels e.V. (BGA) André Schwarz, Geschäftsführer, Öffentlichkeitsarbeit Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin Telefon: (030) 590099521, Telefax: (030) 590099539

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige