Pressemitteilung | DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

Wansleben: Ausbildungssituation besser als erwartet / Lehrstellenlücke dank Nachvermittlungsaktionen weiter geschrumpft

(Berlin) - Die Ausbildungssituation in Deutschland ist im Spätherbst 2003 besser als noch im Sommer erwartet. Dies berichtete Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), am 5. November in Berlin.

"Das Horrorszenario einer Lehrstellenlücke von 170.000 ist in sich zusammen gebrochen", sagte Wansleben bei einem Pressegespräch, an dem auch Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), teilnahm. "Wir erwarten für Ende Oktober eine Lücke von rund 15.000, nachdem es Ende September noch rund 20.000 waren."

Dank der Nachvermittlungsaktionen von Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Arbeitsämtern sei die Zahl der eingetragenen Ausbildungsverträge für den Bereich der IHK-Organisation auch Ende Oktober noch leicht gestiegen, berichtete der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Allerdings sei die Resonanz der Jugendlichen auf die Nachvermittlungsbörsen "insgesamt enttäuschend".

Dennoch würden in vielen Regionen Nachvermittlungsbörsen wiederholt, um Bewerbern erneut eine Chance zu bieten. Die Aktionen der IHKs sollen noch bis zum Jahresende laufen.

Wansleben bedauerte, dass es nicht schon mehr zweijährige Berufe für praktisch begabte Jugendliche gebe. Er kündigte an, die IHK-Organisation werde zusätzlich eine neue praxisnahe Einstiegsqualifizierung anbieten.

Bei einem erfolgreichen Abschluss können bis zu sechs Monate auf die Ausbildungszeit angerechnet werden. Die IHKs haben bereits zehn Konzepte für solche IHK-Einstiegsqualifizierungen erarbeitet.

Der DIHK-Hauptgeschäftsführer wandte sich erneut entschieden gegen die Überlegungen für eine Ausbildungsplatzabgabe. "Es ist schon fast kurios, was hierzu als Idee auf den Fluren der Berliner Politik gehandelt wird", so Wansleben. "Wir arbeiten daran, dass sich am Ende die Vernunft und die Verantwortung gegenüber den Jugendlichen durchsetzen."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: 030/203080, Telefax: 030/203081000

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