Pressemitteilung | (DIHK) Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

Wansleben: UK-nahe Länder am stärksten vom Brexit betroffen / "Es ist bereits sehr viel Zeit verstrichen"

(Berlin) - Die Industrie- und Handelskammer-Organisationen der sieben EU-Nordsee-Anrainerstaaten, darunter der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), appellieren an das Vereinigte Königreich (UK) und die EU, mit den Verhandlungen über den Übergang und die künftigen Handelsbeziehungen so rasch wie möglich zu beginnen.

Dazu DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben:

"Mit Beginn der zweiten Phase der Verhandlungen fordert die Wirtschaft auf beiden Seiten des Kanals jetzt endlich Lösungen für die künftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und UK. Die gemeinsame Erklärung der sieben europäischen Industrie- und Handelskammerorganisationen macht deutlich: Die Länder, die Großbritannien am nächsten liegen, sind am stärksten vom Brexit betroffen.

Waren im Wert von 344 Milliarden Euro wurden im letzten Jahr zwischen Großbritannien und den Ländern Deutschland, Irland, Frankreich, Belgien, Niederlande und Dänemark gehandelt: Das macht 70 Prozent des Handels zwischen der EU und UK aus.

Es ist bereits sehr viel Zeit verstrichen. Die Brexit-Verhandler müssen sich jetzt mit den für die Wirtschaft wesentlichen Themen beschäftigen. Fragen wie künftige Zollverfahren, das Ausmaß der Rechtsangleichung zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU und die gegenseitige Anerkennung von Normen- und Sicherheitskontrollbehörden sind nur einige der kritischen Bereiche, in denen Unternehmen Klarheit brauchen.

Insbesondere für die deutsche Wirtschaft wird der Brexit große Auswirkungen haben. Das Vereinigte Königreich ist Deutschlands fünftwichtigster Handelspartner mit einem Warenumschlag von über 120 Milliarden Euro im letzten Jahr.

Da es im Interesse der EU und des Vereinigten Königreichs liegt, ein geeintes und offenes Europa sicherzustellen, muss die Integrität des Binnenmarktes mit den vier Freiheiten uneingeschränkt respektiert werden. Dabei spielen die möglichst besten Wirtschaftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich hoffentlich eine bedeutende Rolle."

Sie finden die Stellungnahme und eine gemeinsame Pressemitteilung der Nordsee-Anrainer-Kammern hier zum Download:

https://www.dihk.de/ressourcen/downloads/statement-brexit-nordseekammern.pdf/at_download/file?mdate=1512987436054

https://www.dihk.de/ressourcen/downloads/pm-brexit-nordseekammern.pdf/at_download/file?mdate=1512987436052

Quelle und Kontaktadresse:
(DIHK) Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. Thomas Renner, Pressesprecher Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 203080, Fax: (030) 203081000

(cl)

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