Pressemitteilung | dbb beamtenbund und tarifunion - Bundesleitung
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Warnstreik an Münchner Klinikum / Einkommensforderung bekräftigt Russ: Wir lassen uns nicht mit Almosen abspeisen

(Berlin) - Mit Warnstreiks und einer Kundgebung haben Beschäftigte des Isar-Amper-Klinikums München Ost in Haar am 15. Februar 2008 ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, sich in der Tarifauseinandersetzung für Bund und Kommunen nicht mit dem bisherigen Minusangebot der Arbeitgeber zufrieden zu geben. Ab Beginn der Frühschicht ruhte die Arbeit; der Warnstreik sollte bis zum Ende der Spätschicht andauern. Dazu aufgerufen hatten die dbb tarifunion und die Gewerkschaft für das Gesundheitswesen in Bayern, LBB.

„Mit unseren Aktionen werden wir den Arbeitgebern zeigen, dass sie damit nicht durchkommen“, rief Willi Russ, 2. Vorsitzender der dbb tarifunion, den Demonstranten zu. Die angeblichen fünf Prozent mehr würden bei der geforderten Laufzeit von zwei Jahren für 2008 gerade mal eine Steigerung von 2,5 Prozent ausmachen und damit nur knapp über der Inflationsrate liegen, in 2009 seien es sogar nur 0,4 Prozent mehr, rechnete Russ vor. „Den Arbeitgebern rufe ich zu: Verschwindet mit Eurer Fünf-Prozent-Lüge!“ Dies sei kein Angebot, sondern eine Provokation und eine „Riesen-Mogelpackung“. Der öffentliche Dienst werde sich nicht länger mit Almosen abspeisen lassen. „Unsere Forderung lautet: Acht Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr für jeden.“ Nach Jahren des Verzichts und angesichts der deutlich verbesserten Finanzlage der Kommunen und des Bundes sei dies nur recht und billig.

„Jetzt liegt es an den Arbeitgebern, bei der nächsten Runde den Tarifkonflikt ohne Flächenbrand zu beenden“, sagte Russ. „Deshalb fordern wir sie auf: Legen sie endlich ein Angebot auf den Tisch, das diese Bezeichnung auch verdient!“

Nächste Aktionen hat die dbb tarifunion am 19. Februar 2008 in Berlin, Flensburg, Freiburg, Dortmund, Neuss und Würzburg sowie am 22. Februar 2008 in Göttingen angekündigt.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb) Pressestelle Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399

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