Pressemitteilung | (BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
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Wasserwirtschaft: Bürokratie abbauen, Infrastruktur beschleunigen, PFAS-Belastung reduzieren

(Berlin) - Beim heutigen Pressegespräch der Wasserwirtschaft hat der BDEW zentrale Herausforderungen für die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Deutschland adressiert. Im Fokus standen der Abbau bürokratischer Hemmnisse und die Beschleunigung von Infrastrukturvorhaben, die Umsetzung der Kommunalen Abwasserrichtlinie (KARL) sowie der Umgang mit der wachsenden Belastung durch PFAS.

Gunda Röstel, Vizepräsidentin Wasser/Abwasser des BDEW, kommentiert:
„Die Wasserwirtschaft steht vor großen Investitions- und Anpassungsaufgaben. Was diese zunehmend ausbremst, sind komplexe und langwierige Genehmigungsverfahren. Deshalb haben wir 36 konkrete Vorschläge vorgelegt, mit denen Bürokratie abgebaut, Genehmigungen beschleunigt und vorhandene Handlungsspielräume besser genutzt werden können. Unternehmen, Behörden und Gerichte brauchen wieder mehr Luft zum Atmen, damit dringend notwendige Infrastrukturprojekte verlässlich und zügig umgesetzt werden können.“

Mit Blick auf die Umsetzung der Kommunalen Abwasserrichtlinie betont Röstel:
„Die Novelle der Kommunalabwasserrichtlinie ist ein umweltökonomischer Meilenstein für den Gewässer- und Gesundheitsschutz in Europa. Jetzt kommt es auf eine zügige Umsetzung in deutsches Recht an – ohne nationale Sonderwege. Ein zentraler Fortschritt ist die Erweiterte Herstellerverantwortung, die das Verursacherprinzip konsequent anwendet und erstmals Hersteller systematisch an den Kosten der vierten Reinigungsstufe beteiligt. Was wir jetzt brauchen, ist ein Umschalten von einer Verweigerungshaltung durch Klageverfahren hin zu konstruktiver Mitarbeit. Die Richtlinie ist beschlossen – jetzt ist die Zeit für Dialog und gemeinsame Verantwortung.“
Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser beim BDEW, zur wachsenden Belastung durch PFAS:
„PFAS sind hochpersistente ‚Ewigkeitschemikalien‘, die sich, einmal in die Umwelt eingetragen, über Jahrzehnte anreichern. Aktuelle Studien zeigen eindeutig, dass die Hauptquelle der PFAS-Aufnahme beim Menschen nicht das Trinkwasser, sondern Nahrungsmittel sind. Technisches Aufrüsten der Wasserwerke allein löst das Problem daher nicht. Wir können PFAS nicht ausweichen, sie begleiten jeden Atemzug und jeden Bissen. Deshalb ist ein gesteuerter Ausstieg die einzige Möglichkeit.“

Die BDEW-Vorschläge zu Bürokratieabbau und Beschleunigung von Wasserrechtsverfahren und Infrastrukturprojekten der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung finden Sie im Download-Bereich.

Quelle und Kontaktadresse:
(BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Julia Weber, stellv. Pressesprecher(in), Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin, Telefon: 030 300199-0

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