Weinzierl misstraut Öko-Offensive der CSU / Stoibers Umweltpolitik bleibt unglaubwürdig
(Bonn) - Der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, hat am 14. Septmeber auf die Widersprüche im umweltpolitischen Kurs der CSU hingewiesen und diese scharf kritisiert. Die Ankündigung einer Umwelt-Offensive durch den CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber und dessen gleichzeitige Forderung, die Ökosteuer zu senken, beweisen einmal mehr die Unglaubwürdigkeit der bayerischen Nachhaltigkeitspolitik, sagte Weinzierl in Wiesenfelden (Niederbayern).
Er forderte Stoiber auf, für eine zukunftsfähige Energiepolitik einzutreten, statt über gestiegene Kraftstoffpreise zu jammern. Energiesparende Drei-Liter-Autos oder die Fortentwicklung erneuerbarer Energietechnologien könnten zum Export¬schlager werden und Arbeitsplätze sichern, sagte Weinzierl.
Nach Ansicht des DNR-Präsidenten ist die Ökosteuer heute ein zentrales und bewährtes Instrument der Umweltpolitik in Deutschland und darüber hinaus. Mit populistischen Stammtischparolen gegen sinnvolle Maßnahmen lässt sich keine ökologische Offensive gestalten, mahnte Weinzierl.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Naturschutzring Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände e.V. (DNR)
Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn
Telefon: 0228/359005, Telefax: 0228/359096
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- DNR und BDEW legen Zehn-Punkte-Papier zu den Konsequenzen der Hochwasserkatastrophe vor
- Treibhausgasemissionsdaten 2023: Sektorziele im Klimaschutzgesetz dringend notwendig. Ein Kommentar zu den Zahlen des Umweltbundesamtes von Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbandes DNR
- Sozial- und Umweltverbände appellieren an die Bundesregierung, Hitzeschutzmaßnahmen im Gebäudesektor zu ergreifen