Pressemitteilung | Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt)
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Wenn der Urlaub tödlich endet Babesiose (Hundemalaria) und andere gefährliche Krankheiten bedrohen den Hund auf Reisen

(Frankfurt am Main) - Die Hundemalaria (Babesiose), die von der Auwaldzecke übertragen wird, wurde in den letzten Jahren nach Deutschland eingeschleppt. Mittlerweile stellt sie für die heimischen Hunde eine ernste Gefahr dar. Über 800 Hunde erkrankten in den Jahren 2005 und 2006 in Deutschland an dieser gefährlichen Krankheit, ohne dass sie im Ausland waren. Trotz Behandlung stirbt etwa jeder 10. erkrankte Hund in Deutschland. Noch größer ist aber das Risiko, dass ein Hund auf Reisen in südlichen Ländern und osteuropäischen Staaten mit der Hundemalaria durch Zecken infiziert wird. Denn die Erreger dieser Krankheit, die Babesien, sind dort heimisch. Das gilt auch für die Erreger anderer gefährlicher Hundekrankheiten, wie den Leishmanien, Ehrlichien und Dirofilarien, den Herzwürmern, die durch Zecken und Mücken übertragen werde. Auf die Gefahren, denen der Hund bei Reisen ausgesetzt ist, weist der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. vor der beginnenden Urlaubszeit ausdrücklich hin. Ein einziger Zecken- oder Mückenstich reicht aus, um diese gefährlichen Krankheiten zu übertragen.

Präventiver Schutz verhindert Reisekrankheiten

Soll der Hund mit in den Urlaub, muss er vor Reisebeginn unbedingt vor den gefährlichen Blut saugenden Parasiten, wie Zecken und Mücken, geschützt werden. Bereits in den südlichen Alpen, wie am Gardasee, beginnen für den Hund die Tropen. Es existieren dort zahlreiche weitere Hundekrankheiten, die auch in Deutschland erst auf dem Vormarsch sind. Neben der Hundemalaria, der Tierarzt spricht auch von Babesiose, wird dort von der braunen Hundezecke die Ehrlichiose und von Mücken Leishmaniose und die Herzwurmkrankheit übertragen. Diese Krankheiten sind alle schwer und können tödlich verlaufen.

Abschreckende Wirkung bietet besten Schutz

Kein Wunder also, dass in den südlichen Ländern die dort frei lebenden und ungeschützten Hunde nur eine geringe Lebenserwartung haben. Will man seinen eigenen Hund vor diesen gefährlichen, zum Teil tödlich verlaufenden Krankheiten schützen, so empfehlen sich Medikamente mit einer Zweifachwirkung. Zum einen müssen diese eine starke abschreckende (repellente) Wirkung aufweisen, zum anderen über eine gute abtötende (insektizide/akarizide) Wirkung verfügen. Am häufigsten werden so genannte Spot on-Produkte mit Repellenteffekt genutzt. Sie werden auf die Haut des Hundes geträufelt, verteilen sich innerhalb weniger Stunden über den ganzen Hund und dringen dabei in seine obere Hautschicht ein. Wie mit einem unsichtbaren Schutzschild ist der Hund dann gegen die Parasiten geschützt. Zecken oder anfliegende Mücken werden hierdurch vom Hund ferngehalten. D.h. Zecken und Mücken, die nicht auf das Fell des Hundes kommen, können ihn auch nicht stechen und übertragen auch keine gefährlichen Krankheiten. Die Wirkung dieser Stoffe hält etwa vier Wochen an, danach muss das Spot on-Produkt neu aufgetragen werden.

Insektizide/akarizide Stoffe ohne abschreckende Wirkung, die auch als Spot on-Produkt angeboten werden, sind zur Prävention der durch Mücken übertragenen Reisekrankheiten nicht geeignet, da die Erreger der Leishmaniose oder Herzwurmkrankheit durch die Mücken sofort mit dem Stich übertragen werden.

Sicherheit

Die Wirkstoffe mit Repellenteffekt, die meist als Spot on-Produkte angeboten werden, sind fettlöslich und werden nicht vom Wasser aus der Haut des Hundes ausgewaschen. Deshalb verlieren sie auch durch Schwimmen, Baden oder Regen ihre Wirkung nicht. Für den Menschen ist der Kontakt mit den so geschützten Hunden ungefährlich. Der Wirkstoff der meisten Spot on-Produkte, das Permethrin, ist in Deutschland auch zur Behandlung der Krätze bei Kleinkindern und zur Bekämpfung von Läusen zugelassen. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO wird ebenfalls dieser Wirkstoff zur Behandlung der Krätze empfohlen. Die Bundeswehr schützt bei Auslandseinsätzen ihre Truppe ebenfalls mit Permethrin imprägnierten Uniformen. Hierdurch werden die Soldaten ebenso vor den gefährlichen Parasiten geschützt wie die Hunde in Deutschland oder auf Reisen in südliche Länder.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. Pressestelle Hahnstr. 70, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6698180, Telefax: (069) 6668170

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