Wesiack appelliert an die Kolleginnen und Kollegen: Bei Grippe-Impfung mit gutem Beispiel vorangehen!
(Wiesbaden) - Angesichts der Verunsicherung der Bevölkerung nach dem missglückten Start der Impfung gegen A/H1N1v droht die sich abzeichnende Impfmüdigkeit auch bei der Impfung gegen die saisonale Influenza durchzuschlagen. Nach einer aktuellen emnid-Umfrage wollen sich jetzt nur noch 13 Prozent der Bevölkerung impfen lassen. Im Juli waren noch 51 Prozent zur Impfung entschlossen.
Leider sind auch Ärzte und Pflegekräfte weitgehend Impf-Verweigerer, kritisiert BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack. Schon gegen die saisonale Influenza lassen sich erfahrungsgemäß nur 10 bis 15 Prozent impfen. Wenn sich die Ärzte nicht impfen lassen, kann man nicht erwarten, dass die Bevölkerung sich mehrheitlich impfen lässt. Weil sie zu den besser Informierten gehören, stehen die Ärzte besonders in der Verantwortung, das Virus nicht ungewollt zu verbreiten, und sollten mit gutem Beispiel vorangehen, sagt der BDI-Präsident.
Für mustergültig hält er das Verhalten des neuen Bundesgesundheitsministers Dr. Philipp Rösler, der sich gegen die Herbstgrippe, die er für wesentlich gefährlicher hält, und dann gegen A/H1N1v impfen lassen will. Wie Rösler haben die Ärzte in Klinik und Praxis eine Vorbildfunktion, die sie auch wahrnehmen sollten.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Pressestelle
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
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