Wiederaufbauhilfe in den Flutgebieten Südostasiens
(Berlin) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) wird gemeinsam mit der deutschen Agrar-, Fisch- und Ernährungswirtschaft Wiederaufbauhilfe in den Flutgebieten Südostasiens leisten. Dabei sollen konkrete Maßnahmen durchgeführt werden, die zu einem nachhaltigen und ökologisch verträglichen Wiederaufbau der wirtschaftlichen Grundlagen in den betroffenen ländlichen Gebieten und Küstenregionen führen. Mit dieser gemeinsamen Initiative soll den Menschen wieder eine Zukunftsperspektive auf der Grundlage ihrer eigenen wirtschaftlichen Ressourcen in der Fischerei, der Landwirtschaft, dem Gartenbau, dem Handel und der gesamten Lebensmittelwirtschaft eröffnet werden, erklärte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner. Daher werde man Projekte unterstützen, die wirksame Hilfe zur Selbsthilfe leisten und dadurch die wirtschaftliche Lage der Bauern und Fischer verbessern. Der Wiederaufbau der schwer geschädigten Küstenfischerei und der Landwirtschaft stehen dabei im Vordergrund.
Der DBV hilft außerdem zusammen mit dem Deutschen LandFrauenverband und der Welthungerhilfe in einer gemeinsamen Aktion Nach der Flut
beim Wiederaufbau der Landwirtschaft in Indien und Indonesien. Daher hat der DBV während der Internationalen Grünen Woche vom 21. bis 30. Januar 2005 in Berlin Veranstaltungen zur Wiederaufbauhilfe flutgeschädigter Dörfer und Küstenregionen in Südasien organisiert, stellte Sonnleitner fest. In einer Benefizveranstaltung werden Landfrauen mit Persönlichkeiten aus Politik und Sport Waffeln verkaufen. Unter dem Motto Die Region kocht für die Welt werden außerdem 12 Miniköche im Alter von 12 bis 14 Jahren für Diplomaten aus aller Welt kochen. Der Erlös dieser Veranstaltungen geht an das Projekt Nach der Flut
.
Sonnleitner betonte, dass von der Flutkatastrophe in Südasien besonders hart die ländliche Bevölkerung betroffen sei. Viele Bauern und Fischer hätten ihr Leben, viele ihre Existenz verloren. Dabei gehe es nicht nur um die Soforthilfe, sondern es müsste ebenso die langfristige Wiederaufbauhilfe in die Wege geleitet werden. In der gemeinsamen Aktion Nach der Flut
werde man die Aufbauhilfe auf die zwei Projektgebiete Indien und Indonesien konzentrieren. Dabei soll vor allem in Indien der Wiederaufbau des ländlichen Raumes und die Zukunft der ländlichen Bevölkerung langfristig organisiert werden, stellte Sonnleitner fest. Da die besonders hart getroffenen Fischer des Küstengebietes Tausende von Booten und Netzen verloren haben, benötigen sie eine neue Ausrüstung, um wieder selbst ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Für den ländlichen Wiederaufbau in Indonesien seien neben den Produktionsmitteln Saatgut und Dünger vor allem auch der Wiederaufbau der Lagerhäuser und Tierbestände erforderlich.
Die Initiative der deutschen Agrar-, Fisch- und Ernährungswirtschaft zum Wiederaufbau in den Flutgebieten Südostasiens wird getragen vom Deutschen Bauernverband (DBV), dem Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV), dem Zentralverband Gartenbau (ZDG), der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem Bundesmarktverband der Fischwirtschaft und dem Deutschen Hochseefischereiverband. Die Initiative arbeitet eng mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und dem Arbeitsstab Partnerschaftsinitiative der Bundesregierung zusammen, um die Aufbauhilfe zu koordinieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn
Telefon: 0228/81980, Telefax: 0228/8198205
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