Wildhalter fordern rasche Aufklärung beim jüngsten Wildfleischskandal / Bauernverband unterstützt die Wildhalter
(Berlin) - Harte Kritik übte der Bundesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung (BLW) anlässlich des jüngsten Wildfleischskandals bei Europas größtem Wildfleischhändler mit Sitz in Niederbayern. Wieder einmal ist die Verarbeitungs- und Handelsstufe Ursache dafür, dass Fleisch in die Negativ-Schlagzeilen gerät. Unverständlich ist für die Wildhalter, dass sie bei der Direktvermarktung von Behörden intensiv kontrolliert werden und bei Verstößen mit empfindlichen Strafen rechnen müssen. So ist es zum Beispiel nicht gestattet, die Hände mit normalen Handtüchern statt Papiertüchern abzutrocknen. Andererseits werden trotz staatlicher Kontrollpflichten in großen Unternehmen Vergehen wie beim jüngsten Wildfleischskandal nicht festgestellt.
Der Bundesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung befürchtete schon seit einiger Zeit, dass die von dem betroffenen Unternehmen vorgenommenen Wildfleisch-Handelspraktiken nicht seriös sind. So trat das Unternehmen bereits vor Jahren an den Landesverband bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter mit dem Angebot heran, Wildfleisch aus der Gehegehaltung zu Preisen aufzukaufen, die ca. 60 Prozent unter dem damaligen Preisniveau lagen. Dieses wurde entschieden abgelehnt, da solches Geschäftsgebaren mit der Geiz-ist-geil-Mentalität zum Verramschen und zu unseriösen bzw. kriminellen Geschäftemachereien mit hochwertigen Fleischqualitäten führen würde, erklärte der Vorsitzende des Bundesverbandes für landwirtschaftliche Wildhaltung, Bundesminister a.D. Karl-Heinz Funke. Daher empfiehlt Funke den Verbrauchern, ob Privathaushalt oder Gastronomiebetrieb, Wildfleisch direkt beim landwirtschaftlichen Gehegehalter zu erwerben. Dort werde sowohl das Gehege, wie auch jeder Schlachtkörper genau kontrolliert und begutachtet.
Der Deutsche Bauernverband unterstützt sein Mitglied, den Bundesverband der Wildhaltung, in seiner Kritik nachdrücklich und verweist auf die Direktanbieterlisten, die bei den jeweiligen Landesverbänden für landwirtschaftliche Wildhaltung zu beziehen sind. Die Landesverbände sind unter www.bauernverband.de einsehbar oder erhältlich vom Bundesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung (Tel.: 030/319 04543, Fax: 030/319 04549).
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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