Windbranche ist solide aufgestellt, braucht aber politische Flankierung
(Berlin) - "Die Windindustrie in Deutschland ist dank einer breiten mittelständischen Struktur gut aufgestellt. Unsere Hersteller sind durch den mit dem EEG solide flankierten deutschen Marktes international hervorragend positioniert. Die Technologie ist ausgereift und konkurrenzfähig. Jetzt kommt es darauf an, durch eine engagierte politische Flankierung die erfolgreiche Position national wie international zu sichern", so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE) zur Eröffnung des von eno energy GmbH organisierten "Rostock Wind 2015".
Der BWE-Präsident verwies darauf, dass die Branche in Deutschland von einem lebendigen Mittelstand geprägt sei. Die Vielfalt der Akteure von engagierten Einzelpersonen, Bürgerenergieprojekten und Genossenschaften, kleinen und mittleren Unternehmen, Kommunen und ihren Stadtwerken bis hin zu regionalen Energieversorgern sichere einen aktiven Markt, führe zu immer neuen Innovationen und treibe die technische Entwicklung voran. "Dieser Mittelstand steht jetzt vor großen Herausforderungen. So wirken ab 1.1.2016 die im EEG 2014 verankerte Degression und die Falltür des §24 EEG mit der Nichtvergütung bei negativen Börsenstrompreisen. Dann sieht sich die Branche wachsenden Anforderungen des Naturschutzes und bei Ausgleichsleistungen gegenüber. Und ab 2017 droht der Systemwechsel hin zu Ausschreibungen.
Mecklenburg-Vorpommern liefert das Beispiel wie die Energiewende Wirtschaftskraft generiert, Arbeitsplätze schafft, für Wertschöpfung, Einkommen und Steuereinnahmen sorgt und als Gemeinschaftswerk von Bürgern, Kommunen und Unternehmen funktioniert. In einem über Jahre stabilen und geordneten Ausbau hat sich Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländerranking einen guten 6. Platz erarbeitet und nimmt vor allem über die gesamte Wertschöpfungskette an der erfolgreichen Etablierung der Windenergie teil. Diese positive Entwicklung gilt es zu verteidigen. Das Land sollte aktiv in die bundespolitische Debatte rund um den Systemwechsel zu Ausschreibungen eingreifen. Alle Chancen die Brüssel lässt, um auf die Besonderheiten des mittelständisch organisierten deutschen Marktes einzugehen, müssen genutzt werden. Dazu gehört für uns insbesondere die Ausnahmeregel nach welchen Projekten mit bis zu 6 Anlagen und jeweils bis zu 6 Megawatt Leitung nicht ausgeschrieben werden müssen. Die Bundesregierung muss hier auch aus den Ländern Druck verspüren, diese Ausnahme zuzulassen", forderte Hermann Albers.
Gleichzeitig bezeichnete der Präsident den von der Landesregierung mit einer eigenen Veranstaltungsreihe zum Thema Windkraft angestoßenen Dialogprozess rund um die Energiewende als Vorbild für andere Bundesländer. Die Branche und der BWE stellten sich der Diskussion und nutzten mit ihrer Beteiligung am Tag der erneuerbaren Energien im April, dem Magazin Energieland MV (https://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/energieland-mv-saubere-energie-neue-arbeitsplaetze/magazinmv-10072015.pdf), der Präsenz auf der MeLa oder Events wie Rock am Wind (http://rock-am-wind.de/) alle Möglichkeiten, um die Menschen im Land zu erreichen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Bundesgeschäftsstelle
Wolfram Axthelm, Pressesprecher
Neustädtische Kirchstr. 6, 10117 Berlin
Telefon: (030) 212341210, Fax: (030) 212341410
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