Pressemitteilung | Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)
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Windenergie-Branche unterstützt Kanzlerin vor Energiegipfel / Klimaschutz-Ziele dominieren Energiegipfel / EEG-Novelle als Chance

(Berlin) – „Für Bundeskanzlerin Merkel besteht kein Anlass, den Forderungen der etablierten Energiewirtschaft und Teilen der Industrie nach Abschwächung ihrer Ziele für den Ausbau Erneuerbarer Energien nachzugeben“, erklärt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE) vor dem dritten Energiegipfel: „Diese Ziele sind nicht nur erreichbar, wir können sie sogar noch übertreffen.“

Unter Führung von Angela Merkel haben sich die EU-Staaten im März verpflichtet, bis 2020 den Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergiebedarf auf mindestens 20 Prozent zu steigern. „Um angemessen zum EU-Ziel beizutragen, muss Deutschland laut Bundesregierung bis 2020 mindestens 27 Prozent seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen decken“, so BWE-Präsident Albers: „Alle Studien zeigen: Das geht nur mit einem verstärkten Ausbau der Windenergie. Sie besitzt schnell zu erschließende Potenziale, die Technologie ist günstig und ausgereift.“

Nach Berechnungen für den Energiegipfel sollen 84 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Windstrom gut 15 Prozent des für 2020 prognostizierten Strombedarfs decken. Zum Vergleich: 2006 wurden 30,6 Mrd. kWh in deutschen Windenergieanlagen produziert.

„Wir wollen deutlich mehr“, erklärt Albers: „2020 könnten wir 150 Milliarden Kilowattstunden aus Wind erzeugen. Das entspricht mehr als 25 Prozent des Verbrauchs.“ Allein durch das Repowering – dem Ersatz alter Windturbinen durch effizientere Neuanlagen könne man den Stromertrag auf der gleichen Fläche verdreifachen. Dazu kämen rund 10.000 Megawatt Offshore-Windkraftanlagen und Turbinen auf bisher nicht genutzten Flächen an Land.“ Albers: „Damit ist auch die These widerlegt, dass bei Verfehlen der Ziele für die Energieeffizienz, zwischen Klimaschutz oder Atomausstieg gewählt werden muss. Beides ist vereinbar.“

Um den Ausbau der Windenergie weiter voranzutreiben, sieht der BWE Handlungsbedarf bei der anstehenden Novelle des Erneubare-Energien-Gesetzes (EEG). BWE-Präsident Albers: „Umweltminister Gabriel kann beim Entwurf für ein neues EEG jetzt die richtigen Impulse setzen. Investitionen in Windenergieanlagen müssen sich weiterhin lohnen. Die gravierenden Probleme der Betreiber beim ungehinderten Zugang zu den Stromnetzen müssen gelöst werden. Der Netzausbau ist zu beschleunigen. Für das Repowering, den Start der Offshore-Windenergie und die intelligente Einbindung der Windenergie in das Stromversorgungssystem sind stärkere Anreize als bisher notwendig.“

Der BWE werden dazu bald eigene Vorschläge vorlegen, zunächst wolle man aber die Vorlage des Erfahrungsberichts zum EEG durch die Bundesregierung abwarten.

BWE-Hintergrundinfo zu EEG und Energiegipfel:
http://www.wind-energie.de/fileadmin/dokumente/Presse_Hintergrund/HG_Energiegipfel_EEG.pdf

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Hauptstadtbüro Dr. Matthias Hochstätter, Pressesprecher Marienstr. 19-20, 10117 Berlin Telefon: (030) 28482106, Telefax: (030) 28482107

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