Windenergie senkt auch 2005 die Kosten / Wind wirkt preisdämpfend für den Stromhandel / Windstrom spätestens 2015 wettbewerbsfähig
(Berlin) - Die Verbraucher müssen für die Förderung von Windstrom immer weniger bezahlen. Betrugen die Mehrkosten 2004 noch 1,60 Milliarden Euro, sanken sie 2005 um 28,5 Prozent auf 1,16 Milliarden. Ursache dafür waren einerseits die jährlich sinkenden Vergütungen für die Produzenten von Windstrom und andererseits die stark steigenden Preise für Strom aus Uran, Kohle oder Gas. Windstrom hat heute eine preisdämpfende Wirkung auf dem Strommarkt, so Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE). Ahmels sieht sich durch ähnliche Aussagen des Energieversorgers Vattenfall in der Ausgabe des Tagesspiegels vom 1. Februar bestätigt: Spätestens in zehn Jahren wird Windenergie eine der billigsten Stromquellen sein. Windstrom älterer Anlagen ist heute oft billiger als der auf der Leipziger Strombörse gehandelte Kohle- und Atomstrom.
Nach Abschluss des vierten Quartals 2005 werden die bisherigen Prognosen des BWE übertroffen: Der Preis für herkömmlichen Grundlaststrom stieg an der Leipziger Strombörse EEX im vergangenen Jahr um fast 62 Prozent auf durchschnittlich 4,6 Cent pro Kilowattstunde, während die durchschnittliche Vergütung für Windstrom unter 9,0 ct/kWh sank. Im Vergleich war Windstrom damit immer noch um rund 4,4 Cent teurer. Bei 26,3 Milliarden Kilowattstunden erzeugten Windstroms im Jahr 2005 ergeben sich so Mehrkosten von 1,16 Milliarden Euro. Doch diese Differenzkosten verkleinern sich von Jahr zu Jahr. Spätestens 2015, so Berechnungen des Bundesumweltministeriums, schließt sich die Kostenschere zwischen Strom aus Wind und konventionellen Energien.
Hintergrund:
Windstrom wird über jährlich sinkende Mindestpreise vergütet. Diese sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben. Die durchschnittlichen Vergütungen für Windstrom liegen derzeit noch über den durchschnittlichen Bezugspreisen für konventionell erzeugten Strom, die die Stromhändler an der Leipziger Strombörse EEX bezahlen. Die Differenz zwischen Windstrom-Vergütung und EEX-Strompreis wird jedoch immer kleiner. Sinken diese Differenzkosten für Windstrom auf Null, wäre Windstrom wettbewerbsfähig.
Da das EEG für die Windstrom-Vergütungen eine jährlich nominale Senkung von zwei Prozent vorsieht, die Preise für herkömmlichen Strom aber über die Inflation hinaus steigen (neue Kraftwerke, steigende Brennstoffpreise, Emissionshandel), verringern sich die Differenzkosten zwangsläufig.
Links:
Hintergrund Differenzkosten:
>http://www.wind-energie.de/fileadmin/dokumente/Presse_Hintergrund/
HG_Differenzkosten_Windstrom.pdf<
Grundlaststrom EEX:
>http://www.eex.de/spot_market/market_data/mcp_graph.asp?
marketdaten_date=2/1/2006&area=DE<
Erneuerbare-Energien-Gesetz:
>http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4596/<
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Hauptstadtbüro
Matthias Hochstätter, Pressesprecher
Marienstr. 19-20, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28482121, Telefax: (030) 28482107
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