Winn: Arbeitsbedingungen für Ärzte endlich verbessern!
(Berlin) - Vor dem Hintergrund des sich zuspitzenden Tarifkonfliktes zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und den an ihren Kliniken angestellten Ärzten hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Kuno Winn, die Arbeitgeber aufgefordert, sich vor allem hinsichtlich der an den Krankenhäusern herrschenden Arbeitsbedingungen endlich ihrer Verantwortung zu stellen. "Es nützt nichts, auf der einen Seite über fehlende Ärzte an den Häusern zu lamentieren und sich auf der anderen Seite den dringend notwendigen Verbesserungen im Arbeitsalltag der Ärzte zu verweigern", sagte Winn. Arbeitsüberlastung, Unterbezahlung von Bereitschaftsdiensten und Ungleichbehandlung von Teilzeitkräften seien wohl kaum geeignet, die Attraktivität des Arztberufes zu steigern und junge Ärzte für den kurativen Bereich zu gewinnen, so der Hartmannbund-Vorsitzende.
Winn erinnerte daran, dass die arztspezifischen Tarifvereinbarungen aus dem Jahre 2006 vor allem das Ziel hatten, die im Arbeitszeitgesetz vorgesehenen Möglichkeiten der Arbeitszeitverlängerungen zugunsten einer bestmöglichen Patientenbetreuung umzusetzen. Die Erfahrungen der letzten Jahre hätten allerdings gezeigt, dass die Häuser stattdessen immer häufiger arbeitsintensive Prozeduren und Operationen in für sie kostengünstigere Bereitschaftsdienstzeiten verlegt und damit die ursprüngliche Intention der Tarifeinigung ad absurdum geführt hätten.
Mit Blick auf den für morgen (22. März 2010) in Köln angekündigten "Warnstreik" der Klinikärzte mahnte Winn die Klinikbetreiber noch einmal ausdrücklich, durch konkurrenzfähige Entgelte, angemessene Bereitschaftsdienstvergütungen und faire Arbeitszeitregelungen endlich die Voraussetzungen für zukunftssichere Versorgungsstrukturen an deutschen Krankenhäusern zu schaffen.
Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle
Pressestelle
Schützenstr. 6a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829
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