Winn: Bürger haben Anspruch auf Verlässlichkeit und Planbarkeit in der Gesundheitspolitik
(Berlin) - Mit großer Verwunderung hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Kuno Winn, den Vorschlag des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion, Jens Spahn, zur Kenntnis genommen, doch wieder eine Trägerschaft von Krankenhäusern für medizinische Versorgungszentren (MVZ) zuzulassen.
Nach Spahns Vorschlag vom vergangenen Wochenende, das wichtige Thema Ärztemangel leichtfertig mit einem Schnellschuss der Forderung eines verstärkten Einsatzes von Bachelor-Ärzten lösen zu wollen, ist er jetzt beim Thema MVZ von der im Koalitionsvertrag vereinbarten Linie abgewichen.
"Die Regierung hat im Koalitionsvertrag zu Recht die Rolle der Ärzte als verantwortliche Träger von MVZs herausgestellt und gestärkt", betonte der Vorsitzende des Hartmannbundes. Mit welcher Motivation der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion nunmehr davon abweiche, sei nicht ersichtlich. "Darüber hinaus", so Prof. Winn, "ist verwunderlich, dass mit Jens Spahn jemand so vorprescht, der in der jüngeren Vergangenheit häufig und zu Recht vom Koalitionspartner CSU Vertragstreue eingefordert hat."
Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle
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