Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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„Wir müssen unsere Kraft bündeln“ / Vizekanzler Müntefering beim BDL-Jugendforum

(Berlin) - „Die nächsten zehn, 15 bis 20 Jahre werden darüber entscheiden, ob Europa gelingt“, so Franz Müntefering, Arbeits- und Sozialminister, beim Jugendforum des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) am Montag (22. Januar 2007) in Berlin. Der größte Jugendverband im ländlichen Raum hatte den Politiker eingeladen, um über Europa als Werte- oder Wirtschaftsbündnis zu diskutieren.

Europa sei eine große historische Chance – als Friedens- und Wohlstandsregion, so der Vizekanzler in der Debatte. Ohne dieses Europa wäre Deutschland deutlich ärmer, immerhin blieben 75 Prozent der deutschen Exporte innerhalb der EU. „Nur wenn wir die wirtschaftliche Kraft dieser 500 Millionen Menschen bündeln, wenn wir daraus etwas Gutes machen, werden wir gegen die anderen großen Wirtschaftsregionen der Welt bestehen“, appellierte Müntefering an die Landjugendlichen.

Deutschland sei nicht per se Exportweltmeister. „Wir sind das, weil wir gut sind. Und nur wenn wir wirklich gut bleiben, werden wir das bleiben und auch in Zukunft Wohlstand haben“, sagte er. Zugleich sei Europa als Friedensregion ganz wichtig für die Stabilität dieser Welt, mahnte der überzeugte Sozialdemokrat.

Die Landjugendlichen sprachen in der BDL-Veranstaltung an, was sie bewegt. Egal ob EU-Verfassung oder Zukunft des Arbeitsmarktes, Mindestlöhne oder das deutsche Verhältnis zu Russland, die scheinbare europäische Regelungswut oder das Christentum, die Kreditvergabe oder die Energie-Abhängigkeit – beharrlich fragten sie nach, diskutierten mit Franz Müntefering über ihre Zukunft in Europa.

Dabei bezeichnete Franz Müntefering die freiheitliche Demokratie als den wichtigsten Wert der Europäischen Union, bei der es kein entweder Werte- oder Wirtschaftsgemeinschaft gebe, sondern nur ein Und. Gerade weil, wie die Landjugendlichen anmerkten, die europäische Zuständigkeit in wirtschaftlicher Hinsicht dominiere, liege die große Herausforderung für die Europäische Union darin, das Ökonomische, das Ökologische und das Soziale ins Gleichgewicht zu bringen.

Auf das Verständnis Münteferings stießen die jungen Menschen, unter ihnen auch etliche junge LandwirtInnen, auch mit ihrer Forderung zu einer regionsspezifischen Veränderung der derzeitigen Saisonarbeitskräfteregelung. Danach muss ein bestimmter Prozentsatz deutscher ErntehelferInnen eingestellt werden. Diese würden die jungen LandwirtInnen auch gern beschäftigen. Allerdings gibt es diese ErntehelferInnen in Regionen, in denen die Arbeitslosigkeit bei fünf Prozent liegt, nicht. „Es ist wichtig, dass wir 2007 dafür eine Lösung finden“, so der BDL-Vorsitzende Gunther Hiestand.

„Bei der Energiepolitik haben Sie die Junglandwirte als Energiewirte ganz klar auf Ihrer Seite“, versprach der Bundesvorsitzende dem Vizekanzler. Der hatte zuvor die Lösung des Energieproblems der Welt als eine der ganz großen Herausforderungen für die nächste Generation bezeichnet.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Carina Gräschke, Pressereferentin, Presse Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206

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