Pressemitteilung | Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)
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Wirtschaftliche Lage der elektro- und informationstechnischen Handwerke zum Jahresschluss 2006 / Elektrohandwerke: Stabile Umsätze verbreiten gute Stimmung / Geschäftsklima-Index steigt um 20 Punkte / IT-Handwerk erholt sich und macht die besten Geschäfte

(Frankfurt) - Die Pfeile zeigen nach oben: Die rund 78.000 Betriebe der elektro- und informationstechnischen Handwerke blicken zum Jahresschluss 2006 optimistisch auf die kommenden Monate. Die vorläufige Bilanz weist mit 30,85 Milliarden Euro weiterhin stabile Umsätze mit einem leichten Plus (+0,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr aus. Jahressieger sind die Betriebe des Informationstechniker-Handwerks, ihre Umsätze stiegen in 2006 um knapp drei Prozent. Zugelegt haben auch die Umsätze der Elektromaschinenbauer, die der Elektrotechniker bleiben laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf gutem Niveau.

Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung strahlt auch auf die Elektrohandwerke ab, die gute Lage verbreitet gute Laune: „84 Prozent der Betriebe melden uns, dass sie die gegenwärtige Geschäftssituation als befriedigend oder gar gut einschätzen. Zwei Drittel gehen davon aus, dass sich daran so schnell auch nichts ändern wird und 14 Prozent setzen sogar auf eine Verbesserung“, kommentiert Ingolf Jakobi, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt, die Ergebnisse der jüngsten ZVEH-Konjunkturumfrage. 35 Prozent (Herbst 2005: 17 Prozent) der befragten Betriebe melden, dass sich der Umsatz im Handwerks¬bereich erhöht habe, 17 Prozent (Herbst 2005: 7 Prozent) im Handelsbereich. Den Aufschwung begründet Jakobi insbesondere mit der verbesserten Auftragslage aufgrund des Steuerbonus auf Handwerkerleistungen sowie des Förderprogramms CO2-Gebäudesanierung. „Ein Programm, das richtige Anreize schafft: Es fördert die Geschäfte der Betriebe, unterstützt Vorhaben der Verbraucher und senkt Energiekosten und dient damit nicht zuletzt der Umwelt“, so Jakobi.

Der Geschäftsklima-Index sprang binnen Jahresfrist von 39 auf 59 Punkte und erreicht damit Werte wie zu Anfang der 90er Jahre. Zugleich zeigt sich die Konjunktur in den alten und neuen Bundesländern unverändert gespalten. Der Geschäftsklima-Index unterscheidet sich um zehn Punkte: West 61 Punkte, Ost 51 Punkte.

Der positive Trend hat den Beschäftigungsabbau binnen Jahresfrist verlangsamt. Derzeit sind 317.000 Menschen beschäftigt, das sind 1,6 Prozent weniger als zu Jahresbeginn (Vorjahr: -3,9 Prozent). 87 Prozent der Firmen gehen davon aus, dass die Zahl der Mitarbeiter im kommenden halben Jahr stabil bleibt (78 Prozent) oder sogar steigt (9 Prozent). Die Zahl der Betriebe ist indes nahezu gleich geblieben, bei den Elektrotechnikern hat sie sogar leicht zugenommen. Die gute Konjunktur sorgte gerade bei den Informationstechnikern dafür, dass weniger Mitarbeiter entlassen werden mussten als im Vorjahr und weniger Betriebe ihr Geschäft aufgegeben haben. Die Branche konnte sich im Windschatten der Medienereignisse des abgelaufenen Jahres merklich erholen. Dies zeigt das deutliche Umsatzplus von sieben Prozent besonders im zweiten Quartal im Umfeld der Fußball-WM.

Merklich verbessert hat sich die Auslastung der Betriebe: Rund 38 Prozent der Betriebe melden volle Auftragsbücher für länger als einen Monat (davon ein Viertel 1-2 Monate). Damit hat sich die Situation im Vergleich zum Herbst 2005 um zehn Prozentpunkte verbessert. Fast jeder dritte Betrieb (Herbstumfrage 2005: 15 Prozent) meldet, dass die Aufträge von privaten und gewerblichen Kunden gestiegen sind. Unverändert kritisch wird die Entwicklung der Einkaufspreise beobachtet: Hier melden acht von zehn Betrieben (Herbst 2005: 7 von 10) höhere Preise. Dagegen berichten nur zwei von zehn Firmen, dass sie höhere Verkaufspreise am Markt durchsetzen konnten, bei 59 Prozent sind die Angebotspreise gleich geblieben.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) Pressestelle Lilienthalallee 4, 60487 Frankfurt am Main Telefon: (069) 2477470, Telefax: (069) 24774719

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