Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Wirtschaftliche Stimmung der Landwirtschaft verbessert sich weiter / Index des Konjunkturbarometers Agrar März steigt auf 104 Punkte

(Berlin) - Die Stimmung unter den deutschen Landwirten hat sich weiter verbessert. Der Ende 2005 festgestellte Stimmungsaufschwung setzt sich damit fort. Die Landwirte beurteilen nach dem neuesten Konjunkturbarometer Agrar ihre aktuelle und zukünftige wirtschaftliche Lage optimistischer als zum Vorjahreszeitraum. Der daraus berechnete Index lag nach der aktuellen Befragung von Ende März bei 104 Punkten, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Im Vorjahr erreichte er nur 70 Punkte. Die anhaltende Verbesserung des Konjunkturbarometers Agrar signalisiere, dass die Landwirte wieder mehr Vertrauen in ihre wirtschaftliche Zukunft fassen. Ein allgemeines Stimmungshoch gäbe es derzeit auch in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft. Allerdings blieben die Landwirte vorsichtig, was die Bewertung der Preisentwicklung an den Agrarmärkten angehe, erklärte der DBV.

Im Einzelnen wird der wirtschaftliche Aufwärtstrend von den besseren Erwartungen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren getragen. Vor allem Landwirte in Süddeutschland sehen die Zukunft positiver als noch im letzten Quartal des Jahres 2005. Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage dagegen schätzen die norddeutschen Landwirte besser ein als die süddeutschen. Vor allem Betriebe mit Schweinehaltung bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Situation positiv, wenngleich der regional begrenzte Ausbruch der Schweinepest in Nordrhein-Westfalen für einen Stimmungseinbruch gesorgt hat. Deutlich negativer hingegen bewerten milchvieh- und rinderhaltende Betriebe und auch die Ackerbaubetriebe ihre Situation.

Die Stimmungslage in der Landwirtschaft wirkt sich auch auf die Investitionsneigung aus. Die Bereitschaft der Landwirte zu Investitionen steigt nach dem Konjunkturbarometer Agrar leicht an. 49 Prozent der Befragten planen Investitionen in den kommenden 6 Monaten. Auf der bisherigen Tiefpunkt der Stimmungslage, nämlich 2004, beschäftigten sich nur 39 Prozent mit Investitionen. Vor allem bei Wirtschaftsgebäuden und bei erneuerbaren Energien ist 2006 mit deutlich steigenden Investitionen zu rechnen.

Aus Sicht des DBV ist die Bundesregierung nun gefordert, den von ihr angekündigten Dreiklang aus „Investieren, Sanieren und Reformieren“ auch im Sinne einer wachstumsorientierten Agrarpolitik umzusetzen. Dazu gehören konsequente Schritte zur Entbürokratisierung, eine angemessene Anhebung der Vorsteuerpauschale und die finanzielle Fortführung der Agrarinvestitionsförderung und anderer Förderprogramme im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz.

Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV), der Landwirtschaftlichen Rentenbank, des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und des Bundesverbandes der Lohnunternehmen vierteljährlich erhoben. Ende März/Anfang April 2006 befragte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt dazu in einer repräsentative Befragung rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmen zu ihrer wirtschaftlichen Lage und ihren Investitionsabsichten.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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