Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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Wissenschaftsrat lobt Maschinenbauer / Enge Verflechtung von Wirtschaft und Wissenschaft garantiert den Erfolg

(Frankfurt am Main) – Deutschland gehört auf dem Gebiet des Maschinenbaus zu den weltweit führenden Wirtschaftsnationen, so das Ergebnis der Strukturanalyse des Wissenschaftsrates, das dieser im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt hat. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) freut sich über dieses Lob. „Grund für den Erfolg ist die enge Verflechtung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, sagte Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA, am 21. Juli in Frankfurt.

Die vom VDMA favorisierte Idee der Forschungsförderung wird auch in der Strukturanalyse des Wissenschaftsrates als Modell der Zukunft empfohlen. Das VDMA-Modell, das bei der Hochschulforschung direkt ansetzt, soll einerseits eine breitenwirksame Forschung ermöglichen und andererseits gleichzeitig zu einer exzellenten Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchspotenziales beitragen, teilte der VDMA mit.

Im Gegensatz zum Wissenschaftsrat sieht der VDMA jedoch keinen Nutzwert in regional ausgeprägten Forschungsnetzwerken mit einer in der Region befindlichen Hochschule als Zentrum. „Wir empfehlen den Ausbau der existierenden Innovationsnetzwerke der industriellen Forschungsvereinigungen. Diese wählen jeweils die besten Partner an Deutschlands Hochschulen aus“, sagte Rauen.

„21 Prozent seiner externen Forschungsaufwendungen vergibt der deutsche Maschinen- und Anlagenbau an Hochschulen gegenüber sechs Prozent im verarbeitenden Gewerbe insgesamt“, erklärte Rauen das Erfolgsgeheimnis. Im Maschinenbau werden 57 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter über Drittmittel beschäftigt. „Der VDMA steuert jährlich etwa 300 Projekte über seine industriellen Forschungsvereinigungen an Deutschlands Hochschulen.“

Die Kritik des Wissenschaftsrates, dass eine zu geringe Grundlagenforschung im Maschinenbau betrieben werde, wird vom VDMA geteilt. „Grundlagenforschung ist jedoch vor allem Sache des Staates und nicht der Unternehmen“, meinte Rauen. Dennoch sei sich die Branche der Verantwortung bewusst. „Um Clusterprojekte zu ermöglichen, muss ein neues Forschungsinstrument an der Nahtstelle Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) etabliert werden. Dies soll Industrie und Wissenschaft erlauben, in Netzwerken größere Themenstellungen gemeinsam anzugehen.“ Der Brückenschlag soll von den Grundlagen (DFG-Bezug) zur Anwendung (AiF-Bezug) erfolgen.

Die Unternehmen des Maschinenbaus zählen zu den wesentlichen Innovationstreibern Deutschlands. Als einer der größten Ingenieurarbeitgeber mit zur Zeit 140.000 beschäftigten Ingenieuren, etwa doppelt soviel wie z.B. in der Automobilindustrie, hat der Maschinenbau gegen den Trend seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 2003 auf 4,39 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr von 4,2 Milliarden Euro gesteigert. Auch die Finanzierungskraft der unternehmenseigenen FuE mit 94,5 Prozent unterstreiche die Innovationskraft der Unternehmen auch abseits staatlicher Zuwendungen.

Der VDMA sieht den Bachelor- und Master-Reformprozess wie der Wissenschaftsrat als Chance, die vorhandenen Stärken der deutschen Ingenieurausbildung auszubauen. „Hohe Studienabbrecherquoten sollen in Zukunft durch die Einführung eines Orientierungsjahres mit zeitnaher Überprüfung des Leistungsstandes reduziert werden können“, sagte Rauen. „Dass die Zahlen der Studienanfänger im Fach immer wieder stark schwanken, obwohl die Branche seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der beschäftigten Ingenieure ausweist, ist in der Tat ein Dilemma“, bedauerte Rauen. „Gerade die Berufschancen für junge Ingenieure stehen beim Einstieg in das Studium mit den realistisch zu erwartenden Einstellungspotenzialen sechs Jahre später in keinem ursächlichen Zusammenhang.“ Aus der Vergangenheit heraus sei klar ableitbar, dass die Berufschancen im Vergleich zu anderen akademischen Berufen überdurchschnittlich hoch seien.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt Telefon: 069/66030, Telefax: 069/66031511

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