Wohngeld: SoVD fordert jährliche Anpassungen (@SoVD_Bund #Wohngeld)
(Berlin) - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert jährliche Anpassungen des Wohngeldes. "Es ist richtig, wenn die Bundesregierung das Wohngeld nun endlich erhöht. Denn die Mieten belasten insbesondere einkommensschwache Haushalte. Es geht um Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit Behinderungen. Doch so wichtig die überfällige Wohngeldanpassung auch ist, sie reicht nicht aus", warnt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich der heute erstmals seit 2016 vom Bundeskabinett beschlossenen Wohngelderhöhung. "Die Kosten der Unterkunft müssen an die Mietpreisentwicklung angepasst werden. Und sie sollten neben der Einkommensentwicklung und den Mietkosten auch die zusätzlichen Bedarfe von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen", so Adolf Bauer. Um die sozialen Folgen der Mietpreisentwicklung abzufedern, müssten zudem umfassende Maßnahmen erfolgen. Dazu gehörten neben einem Investitionsprogramm für den sozialen Wohnungsbau auch die Schaffung zusätzlichen Wohnraums für mittlere und untere Einkommen.
Der SoVD hat ein Gutachten zur Mietbelastung und Armut vorgelegt. Die Untersuchung zeigt, dass in deutschen Großstädten weit über 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen fehlen. Zudem gebe die Hälfte aller Miethaushalte mindestens 29 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete aus. Besonders betroffen seien Haushalte mit niedrigen Einkommen.
Der SoVD vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten und der pflegebedürftigen und behinderten Menschen. Der SoVD vereint über 580 000 Mitglieder.
Quelle und Kontaktadresse:
Sozialverband Deutschland e.V. - Bundesverband (SoVD)
Pressestelle
Stralauer Str. 63, 10179 Berlin
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