Wohnungsbau muss Schwerpunkt der Politik werden
(Berlin) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden im Jahr 2008 in Deutschland 176 000 Wohnungen fertig gestellt. Das waren 16,5 Prozent oder 39 000 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Seit 1995, als mit knapp 603 000 Wohneinheiten ein Höchststand erreicht wurde, ging die Zahl der jährlich fertig gestellten Wohnungen um mehr als 70 Prozent zurück.
Hierzu erklärte Prof. Dr. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB): "Die Zahl der derzeit fertig gestellten Wohnungen liegt weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Jetzt zeigen sich die Ergebnisse der verfehlten Politik der vergangenen Legislaturperioden in aller Schärfe. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Nach der Bundestagswahl muss der Wohnungsbau Schwerpunkt der Politik werden."
Um den Bedarf an Wohnungen auch nur annähernd befriedigen zu können, müssen erhebliche Anstrengungen unternommen werden. Dazu gehört für die Bauwirtschaft konkret:
- Die Abschreibungsmöglichkeiten beim Wohnungsneubau zu verbessern.
- Der Neubau von Mietwohnungen soll durch eine Verdoppelung des Abschreibungssatzes von jährlich vier Prozent angeregt werden. Derzeit ist nur eine Abschreibung von zwei Prozent zulässig.
- Die KfW-Förderung soll um einen speziellen Programmpunkt für den Bestandsersatz erweitert werden.
"Würden nur 50.000 Wohnungen im Jahr mehr gebaut, was immer noch weit unter dem tatsächlichen Bedarf liegt, könnten dadurch rund 150.000 Arbeitsplätze im Jahr neu geschaffen bzw. erhalten werden. Dies würde nach dem Auslaufen der Konjunkturpakete auch dazu beitragen, die Konjunkturentwicklung zu stützen und zu verstetigen." So Prof. Robl abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB)
Dr. Ilona K. Klein, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin
Telefon: (030) 203140, Telefax: (030) 20314419
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