Wohnungsbaupolitik / IG BAU fordert: Neubau von Mietwohnungen steuerlich fördern
(Frankfurt am Main) -In Deutschland werden immer weniger Wohnungen gebaut. Im Jahr 2008 wurden nur noch 176 000 Wohnungen fertig gestellt, 39 000 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um rund 17 Prozent. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Gleichzeitig ging in den ersten vier Monaten dieses Jahres auch die Anzahl der Baugenehmigungen zurück.
Wir haben einen neuen Tiefststand im Wohnungsneubau erreicht. Und angesichts rückläufiger Baugenehmigungen wird bezahlbarer Wohnraum insbesondere in Ballungsräumen bald Mangelware. Es ist höchste Zeit, hier gegenzusteuern, sagt Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Der Neubau von Mietwohnungen muss für Bauherren steuerlich wieder attraktiver werden. Den Abschreibungssatz von derzeit zwei auf vier Prozent zu verdoppeln könnte dazu beitragen, zumindest in den ersten Jahren, in denen erfahrungsgemäß die höchsten Kosten anfallen, sagt IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel.
Die Anzahl der jährlich fertig gestellten Wohnungen ist von 312 000 im Jahre 1995 auf nur mehr 176 000 im vergangenen Jahr geschrumpft, und damit um fast die Hälfte.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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