Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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WTO-Verhandlungen brauchen Trendumkehr / Industrie- und Schwellenländer sind gefordert / Keine Einbahnstraßenliberalisierung

(Berlin) - „Wir begrüßen, dass die WTO-Mitglieder einen weiteren Versuch unternehmen, den Weg für den Abschluss der Verhandlungen frei zu machen. Die WTO-Verhandlungen befinden sich auf des Messers Schneide. Für den BDI akzeptable Ergebnisse sind allerdings nur zu erreichen, wenn der Trend der Verhandlungen umgekehrt wird.“ Das sagte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann am Freitag (4. Juli 2008) anlässlich eines Gesprächs mit WTO-Generaldirektor Pascal Lamy und weiteren hochrangigen Vertretern der deutschen Industrie.

Bei den letzten Kompromissvorschlägen der WTO sei den Industrieländern ein immer stärkerer Zollabbau abverlangt worden. Schwellenländer erhielten immer mehr Möglichkeiten, wichtige Branchen von Zollsenkungen auszunehmen. „Dieser Trend ist unakzeptabel. Stattdessen sind aus Sicht des BDI sowohl Industrie- als auch Schwellenländer gefordert, ihre Märkte weiter zu öffnen“, sagte Thumann. „Einer Einbahnstraßenliberalisierung erteilt der BDI eine klare Absage. Auf dem Spiel steht die internationale Wettbewerbsfähigkeit wichtiger Branchen.“

Der BDI ist ein vehementer Verfechter der WTO-Ordnung und setzt sich für einen ambitionierten Abschluss der WTO-Verhandlungen ein. Die WTO-Runde bietet die Chance, weltweit Handelshemmnisse spürbar abbauen und somit die Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft nachhaltig zu verbessern. „So sehr wir uns eine erfolgreiche WTO-Runde wünschen: Die Verhandlungen sind kein Selbstzweck und müssen sich an ihren Ergebnissen messen lassen“, betont Thumann.

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Petra Ganser, Sekretärin, Presse und Kommunikation Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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