Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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WTO-Zollabbau ist keine Einbahnstraße / Industrie lehnt einseitigen Zollabbau ab

(Berlin) - Der BDI ist ernsthaft besorgt über die aktuellen Entwicklungen bei den WTO-Verhandlungen über den Abbau von Industriezöllen. Der jüngst veröffentlichte Kompromissvorschlag des WTO-Verhandlungsgruppenleiters Don Stephenson zeige einen eindeutigen Trend: Entwicklungs- und Schwellenländer erhielten immer mehr Möglichkeiten, ihre hohen Zölle beizubehalten, während Industrieländern weiterhin erhebliche Einschnitte abverlangt würden. „Unter diesen Vorzeichen wird der Zollabbau zu einer Einbahnstraße“, warnte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf. „Per saldo wird dadurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie schlechter anstatt besser. Das können wir nicht akzeptieren.“

Schnappauf appelliert an die Europäische Kommission, weitere einseitige Zugeständnisse kategorisch abzulehnen und auf die stärkere Marktöffnung der Schwellenländer zu drängen. „Die deutsche Industrie unterstützt nachdrücklich die WTO-Ordnung und den weltweiten Abbau von Handelshemmnissen. Einer einseitigen Liberalisierung der EU, die nicht mit einem verbesserten Marktzugang in Schwellenländern einhergeht, erteilen wir jedoch eine klare Absage“, so der BDI-Hauptgeschäftsführer. Die WTO-Verhandlungen böten die Chance, die weltweiten Rahmenbedingungen für den internationalen Handel spürbar zu verbessern. Durch eine auf die Industriestaaten begrenzte Liberalisierung würde diese Chance verspielt.

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Petra Ganser, Sekretärin, Presse und Kommunikation Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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