Zahl der Wiederholungsschüler senken / Wohnortnahe Schulen erhalten
(München) - Die Zahl der Wiederholungsschüler ist deutlich zu senken, wohnortnahe Schulen müssen erhalten bleiben. Darin waren der SPD- Fraktionsvorsitzende Franz Maget und der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Albin Dannhäuser, bei einem Meinungsaustausch einig. An dem Gespräch hatten auch Vertreter der Arbeitskreise der SPD-Landtagsfraktion teilgenommen. Die Gesprächsteilnehmer sprachen sich auch dafür aus, alle so genannten Brennpunktschulen in Bayern künftig als bedarfsgerechte Ganztagsschulen zu führen.
Im Schuljahr 2004/2005 wiederholten in Bayern rund 54.000 Schüler eine Jahrgangsstufe. Davon sind mehr als die Hälfte Pflichtwiederholer, ein Viertel so genannte Übertrittswiederholer, die nach der 5. Klasse Hauptschule in die 5. Klasse Realschule wechseln. Mehr als ein Fünftel sind freiwillige Wiederholer. Die Wiederholung einer Klasse verursacht Mehrkosten von insgesamt 210 Millionen Euro, das entspricht etwa 3.500 Lehrerstellen. In vielen Ländern ist das Wiederholen einer Jahrgangsstufe unbekannt, erklärten Dannhäuser und Maget. Sie forderten die Staatsregierung auf, mehr und gezielter in die individuelle Förderung von Schülern und Schülerinnen zu investieren. Erforderlich sind die frühe und gezielte Diagnose bei Lernproblemen sowie die aufbauende Förderung an allen Schularten.
Übereinstimmend stellten Maget und Dannhäuser fest, dass viele Schulen den sozialen Unterschieden ihrer Schülerschaft nicht gerecht werden können. Danhäuser: Eine Grundschule in einem sozialen Brennpunkt hat andere Probleme als eine Grundschule in einem Vorstadtort. Das gleiche trifft für Hauptschulen zu. Ziel führend sind daher Lösungen, die regionale Unterschiede berücksichtigen. Selbstverständlich sollte es sein, Brennpunktschulen mit zusätzlichen Mitteln für Personal, Sozialpädagogen und weiteren Angeboten zu unterstützen.
Beide waren sich einig darin, wohnortnahe Schulen zu erhalten. Im Interesse der Kinder treten wir für die wohnortnahe Schule ein. Wer den ländlichen Raum stärken will, darf ihn bildungspolitisch nicht ausbluten lassen, erklärte Maget. Schulwege sollen für Grundschüler nicht länger als 30 und für Schüler weiterführender Schulen nicht länger als 45 Minuten sein. Dies ist Teil des SPD-Konzepts für die regionale Schulnetzplanung in Bayern. Diese will in der Schulplanung die Träger, Eltern, Lehrer und die Schüler stärker in die Planung einbeziehen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
Andrea Schwarz, Pressereferentin
Bavariaring 37, 80336 München
Telefon: (089) 72100129, Telefax: (089) 72100155
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