Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

Zentrale 1. Mai-Kundgebung in Wolfsburg / Michael Sommer: „Wir können die Würde arbeitender Menschen verteidigen“

(Wolfsburg) - Auf den 1.Mai-Kundgebungen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund den Kampf für die Würde arbeitender Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, übte auf der zentralen Mai-Kundgebung in Wolfsburg massive Kritik an der „neuen Managerkaste“. Mit Blick auf die explodierenden Managergehälter sagte der DGB-Vorsitzende: „Ihr Maß ist ihr eigenes Bankkonto und nicht die Menschenwürde“. Solche Arbeitgeber hätten nur ein Ziel: „Sie wollen uns mit der Angst um den Arbeitsplatz erpressen.“

Gegen unsoziale Politik seien die Gewerkschaften in diesem Jahr mehrfach erfolgreich vorgegangen. In der Auseinandersetzung um die Dienstleistungsrichtlinie und in der Metall-Tarifrunde „haben wir schon einiges erreicht“. Sommer sicherte den Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder zu: „Wir stehen an Eurer Seite.“

Die Bundesregierung warnte Michael Sommer in seiner Rede vor einer Neuauflage unsozialer Politik. Dem am Abend des 1. Mai tagenden Koalitionsausschuss empfahl er, die von Volker Kauder skizzierte Gesundheitsreform genauso von der Tagesordnung zu nehmen, wie die geplante Rentenkürzung oder die Abschaffung des Kündigungsschutzes in den ersten beiden Beschäftigungsjahren. „Was in Frankreich Unrecht ist, ist es auch in Deutschland“, sagte der DGB-Vorsitzende.

Um Menschen vor Armut trotz Arbeit zu schützen, plädierte Michael Sommer für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 Euro. Zweieinhalb Millionen Menschen arbeiteten schon heute in Deutschland für Armutslöhne, fast eine Million beziehe ergänzende Hilfe von den Arbeitsagenturen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324

(tr)

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