Pressemitteilung | (SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V.
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Zum Holocaust-Gedenktag: Mit Inklusion gegen Ausgrenzung und Gleichgültigkeit

(Hannover) - Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen gedenkt am 27. Januar der Millionen Opfer des Holocaust. In diesem Zusammenhang macht der größte Sozialverband Niedersachsens auch auf die lange vergessenen Opfergruppen der Menschen mit Behinderung, psychischen Erkrankungen und Pflegebedarf aufmerksam.

Den sogenannten „Euthanasie-Programmen“ fielen während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten Schätzungen zufolge 300.000 Menschen zum Opfer – darunter 5.000 Säuglinge und Kinder. Auch in Niedersachsen geschahen diese Verbrechen: In der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg wurden rund 2.000 Patient*innen ermordet.

„Dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte zeigt mit aller Deutlichkeit, welche schrecklichen Folgen gesellschaftliche Gleichgültigkeit, Ausgrenzung und fehlender Schutz von vulnerablen Gruppen haben können. Das darf nie wieder passieren“, betont Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Gerade in Zeiten zunehmender extremer Ideologien sei es unabdingbar, dass Menschen an der Gesellschaft teilhaben können und sich zugehörig fühlen. „Deshalb brauchen wir auch mehr anstatt weniger Inklusion in allen Bereichen, insbesondere aber in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt. Alle Menschen, egal, ob sie eine Behinderung oder eine Krankheit haben, müssen überall teilhaben können. Kräften, die das Rad der Inklusion zurückdrehen möchten, müssen wir entschieden entgegentreten“, fordert Kortylak.

Zudem ist es nach Auffassung des SoVD wichtig, dass Gedenk- und Dokumentationsorte zu den Krankenmorden der Nationalsozialisten – etwa in Lüneburg und Oldenburg – eine verlässliche und konsequente Finanzierung erhalten. „Die NS-Opfer dürfen nicht vergessen werden. Die Erinnerung an sie ist eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe und das muss sich auch in der finanziellen Absicherung widerspiegeln“, so Kortylak.

Quelle und Kontaktadresse:
(SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V., Stefanie Jäkel, Pressesprecher(in), Herschelstr. 31, 30159 Hannover, Telefon: 0511 701480

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