Zum Wochenbeginn 18 300 Warnstreikende / Knapp 600 000 demonstrierten seit Ende der Friedenspflicht
(Frankfurt am Main) - In der Metall- und Elektroindustrie haben am Montag, 10. April, rund 18 300 Beschäftigte aus 121 Betrieben begleitend zu den in Baden-Württemberg, Niedersachsen und im Tarifgebiet Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) stattfindenden Tarifverhandlungen demonstriert (Stand 15.00 Uhr, 10. April). Mit den Aktionen vom Freitag Nachmittag (7. April) und Wochenende haben sich seit Ende der Friedenspflicht knapp 600 000 Beschäftigte an Warnstreikaktionen beteiligt.
Der Schwerpunkt der Warnstreikaktionen lag am Montag mit rund 11 000 Beteiligten aus 37 Betrieben in Baden-Württemberg. Vor dem Verhandlungsort in Böblingen demonstrierten über 3 000 Auszubildende vieler Betriebe aus ganz Baden-Württemberg für die Forderung der IG Metall. Beim Ludwigsburger Aktionstag traten rund 800 Metaller aus elf Betrieben aus der Region in den kurzzeitigen Ausstand. Bei Bosch in Leinfelden beendeten 230 Mitarbeiter frühzeitig die Arbeit. Weitere Aktionen gab es in Tauberbischofsheim, wo sich rund 300 Mitarbeiter der Firmen Braun und Werkzeugbau zu einer gemeinsamen Kundgebung versammelten. Außerdem gab es Aktionen in Lörrach, Offenburg, Mannheim, Aalen und Ulm.
Die Tarifverhandlungen in Niedersachsen wurden von etwa 4 000 warnstreikenden Arbeitnehmern aus 46 Betrieben begleitet. Über 3 000 Metaller demonstrierten am Morgen vor dem Verhandlungsort in Hannover. Außerdem traten in Osnabrück 250 Mitarbeiter der Firma Kromschröder AG und 100 Beschäftigte beim Amazonenwerk in den Warnstreik. Weitere Aktionen gab es in Stadthagen, Salzgitter, Wolfsburg, Hildesheim, Hameln, Celle, Braunschweig und Alfeld.
Mit einer Auszubildenden-Warnstreikaktion beteiligten sich in Bayern insgesamt 1 200 Auszubildende beim Autobauer Audi, den Firmen Rieter, ContiTemic, Osram und Wacker an den heutigen Protestaktionen. Insgesamt traten in Bayern bis zum Mittag 1 700 Metaller aus sechs Betrieben in den Ausstand. Bei AEG in Rothenburg folgten 320 und bei der Firma Wacker in Reichertshofen 160 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall. Weitere Aktionen sind für den Nachmittag bei EADS in Schrobenhausen und in Fürth geplant.
Im IG Metall Bezirk Frankfurt beteiligten sich heute rund 1 400 Metaller aus neun Betrieben aus Rheinland-Pfalz und Thüringen an Warnstreikaktionen. In Rheinland-Pfalz trafen am Morgen 380 Beschäftigte von Volvo in Konz und Vossloh in Trier zu einer Kundgebung zusammen. Bei der Firma Mepa in Rheinbreitbach traten 40 Mitarbeiter in den Ausstand. Bereits am Samstag hatten 3 500 Beschäftigte bei DaimlerChrysler in Wörth die komplette Schicht ausfallen lassen. Für den Nachmittag hat die IG Metall auch bei Ideal Standard in Wittlich zum Warnstreik aufgerufen. Zu Beginn der Nachtschicht zu Montag legten etwa 300 Mitarbeiter des Eisenacher Bosch-Werkes für etwa eine Stunde die Arbeit nieder. Auch 130 Beschäftigte des Schraubenherstellers EJOT in Tambach-Dietharz folgten dem Streikaufruf der IG Metall. Am Mittag demonstrierten 550 Beschäftigte der Firmen Müller-Weingarten, Siemens, Siemens Power Generation und Bosch bei einer Kundgebung in der Erfurter Innenstadt. Am Abend ist die Nachtschicht von Opel Eisenach zum Warnstreik aufgerufen.
In Nordrhein-Westfalen legten insgesamt 650 Metaller aus 23 Betrieben die Arbeit kurzzeitig nieder. Unter dem Motto Magerkost nicht mit uns beteiligten sich am Morgen in Duisburg 200 Metaller aus sechs Betrieben an einem Tariffrühstück mit Kundgebung am Werkstor der Grillo-Werke AG. Weitere Aktionen gab es in Hamm und Olsberg.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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