Pressemitteilung | Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA)

ZVA-Obermeistertagung: Neuausrichtung der Augenoptik auf den Weg gebracht

(Düsseldorf) - Die Zukunft der deutschen Augenoptik stand thematisch im Zentrum der diesjährigen Obermeistertagung des Zentralverbandes der Augenoptiker am 7. Oktober 2006 in Berlin. Einstimmig gaben die Delegierten ihr Votum zur Weiterarbeit an der Neupositionierung der Branche.

Als historische Entscheidung bezeichnete ZVA-Vizepräsident Bernhard Kleikamp den Auftrag der Mitglieder der ZVA-Obermeistertagung an das Präsidium, die Weiterarbeit an der Neuausrichtung der Augenoptik auf der Grundlage des Kluth-Gutachtens zu verfolgen. Zuvor hatte ZVA-Präsident Thomas Nosch die Notwendigkeit der Entwicklung zur vermehrten Vermarktung augenoptischer Dienstleistungen verdeutlicht. Er forderte Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Emanzipation besonders im Hinblick auf die Augenärzte und sieht in einer Neuorganisation große Chancen zu einer Realisierung dafür. Im Anschluss beleuchtete Prof. Dr. Kluth in seinem Vortrag rechtliche Grundlagen und Konsequenzen einer Neupositionierung und stellte den Delegierten Beispielfelder einer möglichen Umsetzung vor.

In seiner Darstelllung der aktuellen Situation bilanzierte Präsident Nosch eingangs die wesentlichen Verbandsaktivitäten und sagte eine rechtliche Prüfung des Brillenvertriebs durch die Firma Schlecker zu. Er distanzierte sich auch von den in der Gesundheitsreform geplanten Ausschreibungen im Bereich der Hilfsmittelversorgung, der die anderen Gesundheitshandwerke allerdings stärker bedrohe als die Branche der Augenoptik.

Engagiert und kritisch diskutiert wurde die Ausbildungssituation der Augenoptik und die Praktik der Fachhochschule (FH) Aalen seit dem Wintersemester 2006/07 auch Studierende ohne Gesellenprüfung aufzunehmen. Ca. 50 Prozent der aktuell über 60 immatrikulierten Studenten hatten sich dort zum aktuellen Semesterbeginn ohne die sonst übliche Eingangsvoraussetzung einschreiben können. In einer einstimmig von den Mitgliedern angenommenen Resolution fordert der ZVA, den Praxisbezug im FH-Studium durch die Gesellenprüfung vor oder durch Ablegung während des Studiums zu gewährleisten.

Entscheidungen über den Haushalt sowie notwendige Wahlen beinhalteten die Tagesordnungspunkte 5 und 6. Mehrheitlich beschlossen wurde der ZVA-Verbandshaushalt 2007 trotz einer Unterdeckung. Mit dieser Entscheidung lehnten die Delegierten gleichzeitig eine nach zehn Jahren für die Haushaltsdeckung erforderliche Beitragserhöhung von jährlich zehn Euro zum augenblicklichen Zeitpunkt ab. Einstimmig angenommen wurde der ZVA-Haushalt für Aus- und Fortbildung 2007. Als Nachfolgerin für das zurückgetretene ZVA-Vorstandsmitglied Klaus Weikert aus Hessen wurde die neue Landesinnungsmeisterin Monika Rasche-Vitallowitz gewählt.

Eine aktuelle Bilanz zur Entwicklung der Auszubildendenzahlen in der Augenoptik legte Georg Pawlowski, stellvertretender ZVA-Geschäftsführer, in seinem Referat am Nachmittag vor. Er bilanzierte einen Rückgang der Zahlen von ca. 20 Prozent in den Jahren 2003 bis 2006 und eine Steigerung der Durchfallquote von 15 Prozent. Pawlowski prognostizierte eine Stabilisierung der Auszubildenenzahlen auf dem jetzigen Niveau.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband der Augenoptiker Gabriele Gerling, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing Alexanderstr. 25a, 40210 Düsseldorf Telefon: (0211) 863235-0, Telefax: (0211) 863235-35

(bl)

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