Pressemitteilung | DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.

Zwei Drittel der Familienunternehmer zahlen noch Verwahrentgelte auf Einlagen

(Berlin) - Am Donnerstag tagt der EZB-Rat. Aller Voraussicht nach wird EZB-Präsidentin Lagarde nur eine geringe Anhebung des Leitzinses bekanntgeben. Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER: "Mit ihrem zögerlichen Vorgehen läuft die EZB vor der Krise davon, statt sich ihr mutig zu stellen und diese proaktiv zu bekämpfen. Weiterhin bleibt der Leit-Zins trotz Anhebung vermutlich negativ. Und: Auf gar keinen Fall darf die EZB ihren Plan weiterverfolgen, die Anleihe-Zinsen bestimmter Euro-Länder künstlich zu vergünstigen. Das wäre nichts anderes als die Fortführung der Staatsfinanzierung mit anderen Mitteln. Und genau diese Instrumente haben zum bisherigen Anstieg der Kerninflation geführt", so von Eben-Worlée.

Mit den negativen EZB-Zinsen bleiben auch die Verwahrentgelte auf Einlagen Alltag. Immer noch müssen Banken Zinsen zahlen, wenn sie Gelder bei der EZB parken. Die Kosten dafür geben viele Geldhäuser an ihre Kunden weiter und verlangen Negativzinsen ab bestimmten Summen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto. Zwei Drittel der Familienunternehmer zahlen noch Verwahrentgelte auf Einlagen. Im Durchschnitt lag das zu zahlende Verwahrentgelt bei unterschiedlichen Freibeträgen bei 0,44 Prozent. Neun Prozent der befragten Unternehmer zahlten ein höheres Verwahrentgelt als 0,5 Prozent. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage unter 753 Mitgliedern der Wirtschaftsverbände DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER.

Reinhold von Eben-Worlée: "Die zusätzlichen Kosten sind ein ernstes Problem für Familienunternehmen. Die Finanzierungsstruktur des familiengeführten Mittelstands basiert vorwiegend auf Eigenkapital und weniger auf Fremdkapital, deshalb spielen Einlagen bei Hausbanken eine größere Rolle als bei Kapitalgesellschaften. Und: Angesichts der Unsicherheiten einer Volkswirtschaft im Krisenmodus sind Unternehmen gut beraten, genügend Liquidität vorzuhalten - insbesondere die Vorausschauenden werden durch die Verwahrentgelte bestraft. Mit der EZB-Zinsanhebung müssen nun endlich auch die Verwahrentgelte restlos wegfallen. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft und zur Krisenresilienz der Betriebe."

Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V. Anne-Katrin Moritz, Leiterin Kommunikation und Marketing Charlottenstr. 24, 10117 Berlin Telefon: (030) 300650, Fax: (030) 30065390

(mw)

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