Zweistufige Lohnerhöhung erstreikt, Osten kommt auf 7 Euro
(Frankfurt am Main) - Nach über einer Woche Streik haben sich die Arbeitgeber des Gebäudereiniger-Handwerks mit der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf einen neuen Tarifvertrag über zwei Jahre geeinigt. Am 1. Januar erhöhen sich die Löhne und Ausbildungsvergütungen im Westen um 3,1 Prozent, im Osten um 3,8 Prozent. In der zweiten Stufe erhöht sich der Tarif erneut um 1,8 Prozent im Westen und 2,5 Prozent im Osten. Die Stundenlöhne in der untersten Tarifgruppe, die zugleich der neue Mindestlohn in der Branche sein soll, betragen dann 8,55 Euro im Westen und 7,00 Euro im Osten. Für die Monate Oktober bis Dezember dieses Jahres werden die alten Tarifverträge für IG BAU-Mitglieder auch Neueingestellte wieder in Kraft gesetzt.
Wir haben das ursprüngliche Arbeitgeberangebot vor dem Streik durch den mutigen und starken Einsatz der streikenden Kolleginnen und Kollegen weit übertroffen, der Streik hat sich ausgezahlt, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel.
Auch in den anderen Tarifmaterien haben wir substantielle Fortschritte erzielt. Es wird einen Einstieg in die betriebliche Altersvorsorge geben, bei dem der Arbeitgeber auf jede hundert Euro Gehaltsumwandlung rund 23 Euro auf das Arbeitnehmer-Vorsorgekonto überweisen wird. Außerdem beginnen im Januar Verhandlungen über Angestellten-Tarifverträge. Damit haben wir unsere Streikziele weitgehend erreicht, der Streik wird ab Freitag dieser Woche ausgesetzt.
Über das Tarifergebnis, das mit einer Erklärungsfrist bis zum 10. November versehen ist, werden die Mitglieder der IG BAU noch in einer erneuten Urabstimmung befragt. Danach entscheidet der Bundesvorstand der IG BAU am 9. November abschließend über die Annahme des Tarifpakets.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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