Verbändereport AUSGABE 1 / 2009

Krisen-Fest?!

Statements von Mitgliedern der DGVM für 2009

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„Durch die anhaltende Dynamik und viele spannende Projekte gehen wir mit großer Motivation, viel Zuversicht und Vorfreude in das neue Jahr“ — was bei Michael Steinmetz, Geschäftsführer der Deutschen Aktuarvereinigung e.V., so gar nicht nach Krise klingt, darf als Tenor der aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern der DGVM stehen bleiben. Trotz Finanzkrise und teilweise schwieriger finanzieller Situationen einzelner Branchen und in den Arbeitsfeldern von Verbänden sieht sich die Mehrheit der Verbände für 2009 gut gewappnet.

Zwar treibt ein Großteil aller befragten Geschäftsführer die Sorge um, die Finanzkrise wüchse sich zur Konjunktur dämpfenden Wirtschaftskrise aus, doch sehen sie ihre Verbände durchweg gut aufgestellt: „Als zertifizierter Verband haben wir rechtzeitig Vorkehrungen getroffen“, zeigt Rechtsanwalt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen, die Chance auf. Denn gleichzeitig steigt die Nachfrage der Mitglieder nach qualifizierten Beratungs-, Schulungs- und vor allem Netzwerkleistungen. „Es geht um professionellen Service, es geht noch mehr um tatkräftiges Mitfühlen. In der Krise kann man treue Freunde gewinnen“, so Dr. Christoph Münzer vom Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen in Baden e.V.

„Die an Verbände gerichteten Ansprüche werden vielschichtiger und generell zunehmen“, sieht Jan Peilnsteiner, Geschäftsführer des VDKL — Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V. in Bonn, die Herausforderung in 2009. Dazu gehöre nach Ansicht vor allem der Interessenverbände auch die geschickte und wirksame Vertretung politischer Interessen. Gerade in diesem Superwahljahr werden politische Aktivitäten verstärkt und das Leistungsportfolio des Verbandes komplettiert. Ein Großteil der befragten Verbände sieht in der Krise die Chance zum Ausbau der Beziehung zum Mitglied, zur Stärkung der emotionalen Bindung und schließlich die Möglichkeit, Aktivitäten auf den Prüfstand zu stellen und zum Wohle des Mitglieds neu auszurichten. „Die Aufmerksamkeit des Verbandsmanagers auf diesen Aspekt seines Handels muss zunehmen und wir sollten uns im interverbandlichen Austausch verstärkt um Impulse bemühen“, fasst der ehemalige Geschäftsführer des Kommunikationsverbandes GWA, Dr. Henning von Vieregge, zusammen. (TR)

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Autor

Tim Richter

ist Redaktionsleiter des Deutschen Verbände Forums – verbaende.com und ständiges Mitglied der Redaktion des Verbändereport. In verschiedenen Positionen setzt er die Möglichkeiten des Internets und von Social Media zur Schaffung von Öffentlichkeit ein. Er ist Mit-Herausgeber des Fachbuches „Social Media in Verbänden“ und berät Organisationen im erfolgreichen Einsatz und Umgang mit den neuen Medien.

http://www.verbaendereport.de

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