Das Ehrenamt wird laut Umfrage als eines der relevanten Zukunftsthemen für Verbände eingeschätzt. Aber es geht um weit mehr als die Neubesetzung von Ämtern. Die zentrale Frage lautet eher: Wie müssen Organisationen aussehen, damit Menschen sich hier heute und morgen gerne engagieren?

Als der Verbändereport im vergangenen Jahr auf die demografische Entwicklung in Deutschland blickte, war die Botschaft eindeutig: Die Babyboomer verlassen Schritt für Schritt das Erwerbsleben – und mit ihnen droht den Verbänden ein erheblicher Verlust an Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Führungskräften.Zwischen 1960 und 1969 wurden in Deutschland rund 12,9 Millionen Kinder geboren. In den Jahrgängen 2000 bis 2009 waren es lediglich rund 7 Millionen. Legt man ein Arbeitsleben zugrunde, so steht künftig zwei ausscheidenden Boomern nur ein potenzieller Nachrücker gegenüber – und das Jahr für Jahr. Diese Entwicklung ist auch in vielen Verbänden längst angekommen.Wer heute mit Geschäftsführenden spricht, hört immer öfter ähnliche Berichte: Vorstandsämter bleiben länger unbesetzt, Arbeitsgruppen schrumpfen, langjährige Funktionsträger ziehen sich zurück und die Suche nach Nachfolgerinnen und Nachfolgern gestaltet sich zunehmend schwierig. Vieles davon geschieht schleichend – genau deshalb

