Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland warnt vor den Folgen der diskutierten Abschaffung der Einspeisevergütung für kleinere Photovoltaik (PV)-Anlagen. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) zeigt, dass insbesondere kleine und mittlere Mieterstromprojekte ohne diese Vergütung wirtschaftlich nicht mehr tragfähig wären. Die Streichung der Förderung würde den gerade erst angelaufenen PV-Ausbau in Mehrfamilienhäusern massiv ausbremsen.
Das Ergebnis der Studie ist alarmierend: Bereits im Status quo liegen die internen Verzinsungen vieler Projekte mit 1,1 Prozent (kleine Projekte) bis 5,4 Prozent (große Projekte) maximal knapp über der Rentabilitätsschwelle – diese liegt bei 2 bis 4 Prozent. Unter 2 Prozent werden Projekte i. d. R. nicht durchgeführt, erst ab 4 Prozent spricht man von einem lohnenden wirtschaftlichen Betrieb. Ohne Einspeisevergütung sinkt die Wirtschaftlichkeit dramatisch. Kleine Projekte rutschen auf minus 2,5 Prozent, mittlere auf minus 0,1 Prozent. Nur große Projekte mit 150 Wohneinheiten erwirtschaften noch eine Rendite von 2,6 Prozent. Die Studie belegt damit eindeutig: Die Einspeisevergütung ist keine „Zusatzrendite“, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil tragfähiger Geschäftsmodelle.
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