Verband & Tagung

Green Meetings - mehr als ein Trendwort?

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Jeder Tagungsgast hinterlässt pro Tag im Durchschnitt 3,5 Kilogramm Restmüll und 5,5 Kilogramm Papiermüll, so eine Erhebung des Austrian Convention Bureaus (ACB). Bei einem „Green Meeting“ können laut ACB rund 30 Prozent des Restmülls und 55 Prozent des Papiermülls eingespart werden. Auch bei den Verbänden entwickelt sich deshalb seit Jahren ein Trend in Richtung einer nachhaltigeren Ausrichtung von Events. Der Verbändereport stellt ausgewählte Locations und Destinationen in Deutschland vor, die bei der Planung, Umsetzung und Durchführung von umweltgerechten Veranstaltungen weit vorne sind.

Deutschland gilt europaweit als wichtigstes Tagungs- und Kongressziel. Daran hat sich auch durch die Coronapandemie nichts geändert. Der Wunsch, sich wieder persönlich zu treffen, ist groß. Allerdings ist für Unternehmen und Organisationen ein umweltbewusstes und nachhaltiges Denken längst kein „Nice to have“ mehr. Auch Teilnehmer sind kritischer gegenüber Angeboten und Dienstleistungen und ebenso aufmerksamer gegenüber plumpen Greenwashing-Aktionen. Der Megatrend Nachhaltigkeit hat sich fest etabliert, gerade auch in der Veranstaltungswelt.

Mit ökologischer Verantwortung versucht die Anbieterseite, zum einen den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden und sich zum anderen wettbewerbsfähig zu positionieren. Und: Ein Green Meeting kostet oft nur geringen Aufwand, erzielt aber einen großen Mehrwert.

Was aber zeichnet nachhaltige Veranstaltungen aus? Da geht es beispielsweise um Themen wie Mobilität, Energieeffizienz, Catering, schonenden Materialeinsatz, aber auch um soziale Verantwortung. Mittlerweile gibt es umfangreiche Maßnahmenkataloge, die ökologische und soziale Kriterien bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen vorgeben.

Tagungsstätten setzen auf Nachhaltigkeit

Zur Green-Meetings-Philosophie gehört bei einer Tagungsstätte natürlich auch der eigene höchst verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen. Der Energieverbrauch und der damit verbundene CO2-Ausstoß eines Veranstaltungsortes können erheblich gesenkt werden – zum Beispiel durch eine stromsparende Elektronik, eine optimale Klimatisierung und Wärmeisolierung oder die Vermeidung unnötiger Transportwege. Zur positiven Ökobilanz tragen ebenso der schonende Umgang mit der Ressource Wasser sowie die Vermeidung oder das weitestmögliche Recycling von Abfall bei.

Messe-, Kongresszentren und Eventlocations punkten etwa durch zusätzliche Maßnahmen wie eine großflächige Dachbegrünung, da diese dem Mikroklima dient und vielen gefährdeten Kleintieren und Pflanzen geschützte Lebensräume bietet. Viele Messehallen und Eventstätten erzeugen inzwischen ihren eigenen Strom durch Solaranlagen auf den Dächern.

Auch immer mehr Hotels nehmen sich des Themas Nachhaltigkeit an und etablieren umweltfreundliche Abläufe und Produkte in ihr tägliches Geschäft. Es werden zum Beispiel biologische oder regionale Speisen angeboten, der Strom wird aus regenerativen Quellen bezogen und mithilfe von Beamern, Leinwänden und Smartphones wird ein papierfreies Tagen möglich gemacht. All das sind Schritte zu mehr Nachhaltigkeit.


Stadthalle Hagen: Viel grüner als gedacht

Eingebettet in das grüne Volmetal, in einem ehemaligen Steinbruch, ist die Stadthalle Hagen in Südwestfalen und im Ruhrgebiet ein anerkanntes Veranstaltungs- und Kongresszentrum. Verkehrsgünstig und zentrumsnah gelegen, bietet der Kongress- und Eventpark als Full-Service-Anbieter den passenden Rahmen für Veranstaltungen aller Art. Dabei hilft der modulare Aufbau des gesamten Hallenkomplexes. Und die Stadthalle ist ein Konzepthaus mit architektonischen Besonderheiten: Die Kongresshalle bietet mit dem Grünen Saal eine Location mit echter „grüner Atmosphäre“. /p>

Neben den Sälen stehen für große Tagungen und Kongresse bis zu elf zusätzliche, helle Räume bis zu 280 Quadratmetern mit moderner Veranstaltungstechnik zur Verfügung. Alle Räume befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Stadthalle und sind „trockenen Fußes“ zu erreichen./p>

Eine weitere Möglichkeit für Großveranstaltungen gibt es in direkter Nachbarschaft zur Stad/p>

Vom Blick in die grüne Parklandschaft profitiert ebenso das Panoramarestaurant Felsenblick. Dank umlaufender bodentiefer Verglasung sogar von jedem Platz aus. Das Gleiche gilt für die Foyers des Hauses. /p>

Weiterführende Informationen:
www.stadthalle-hagen.de


Bremen: Messe folgt Nachhaltigkeitskodex

Die Messe Bremen & ÖVB-Arena leistet ihren Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Klimas zum Beispiel durch die Installation von Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Hallen 4 bis 7. Sie erzeugen rund 750.000 Kilowattstunden Strom im Jahr und damit etwa 25 Prozent des Energie-Eigenbedarfs. Den Rest deckt ausschließlich Ökostrom. Zudem sorgt ein Blockheizkraftwerk für Wärme bei vermindertem CO2-Ausstoß. Die letzten Veranstaltungshallen wurden 2018 mit LED-Lampen ausgerüstet, sodass jetzt sämtliche Hallen inklusive der ÖVB-Arena energiesparend beleuchtet werden können. Insgesamt konnte so der Energieverbrauch deutlich reduziert werden. Unter dem Motto „CO2 produzieren, dann aber auch kompensieren!“ erarbeiten die Auszubildenden im Rahmen eines Azubi-Projekts derzeit ein Konzept zum Thema Nachhaltigkeit im Messe- und Veranstaltungsgeschäft.

Außerdem folgt die Messe Bremen dem Nachhaltigkeitskodex „fairverpflichtet“ der deutschsprachigen Veranstaltungsbranche, der zehn Leitlinien zum Ausgleich ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte beinhaltet. Der Nachhaltigkeitskodex ist eine freiwillige Selbstverpflichtung zur unternehmerischen Verantwortung für Nachhaltigkeit sowohl bei der internen Organisation des Unternehmens als auch bei der Durchführung von Veranstaltungen. Gleichzeitig ist der Nachhaltigkeitskodex eine praxisnahe Orientierungshilfe und Impulsgeber für alle Beteiligten in der Prozesskette.

Weiterführende Informationen:
www.congress-bremen.com


Grand Hall Zollverein Essen mit Ökostrom

Die ehemalige Sauger- und Kompressorenhalle sowie das angrenzende Schalthaus 1 wurden bis Ende 2016 denkmalgerecht saniert und warten mit über 4.000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche auf drei Ebenen auf, die allesamt barrierefrei zugänglich sind. Damit ist die Grand Hall die größte Eventlocation auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Bis zu 2.500 Gäste haben hier Platz.

Nun hat die Industrielocation den Betrieb auf 100 Prozent Ökostrom umgestellt. Kunden der multifunktionalen Eventlocation auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein sollen so noch nachhaltigere Veranstaltungen planen können. Daniel Kölle, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Grand Hall, dazu: „Unsere gesamte Stromversorgung stammt nunmehr zu 100 Prozent aus regenerativen Energien. Im Rahmen unseres strategischen Transformationsprozesses hin zu einem komplett CO2-neutralen Betrieb der Grand Hall war dies ein logischer und konsequenter Schritt. Wir tragen so aktiv dazu bei, nachhaltige Events für unsere Kunden umzusetzen, und helfen ihnen, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele besser zu erreichen."

Weiterführende Informationen:
www.zollverein.de

 


Augsburg: Ein Event im idyllischen Wittelsbacher Park

Das CO2-neutrale und denkmalgeschützte Kongresszentrum wurde 1972 gebaut und 2012 nach zweijähriger energetischer und technischer Sanierung neu eröffnet. Die denkmalgeschützte „Béton brut“-Architektur wird von einem preisgekrönten LED-Lichtkonzept in Szene gesetzt, das farbige Akzente setzt und auf Vintage-Beleuchtungselemente aus dem Baujahr zurückgreift. Originale Designermöbel sowie jährlich wechselnde Kunstausstellungen laden zum Verweilen ein. Die idyllische Lage im Grünen sowie die großzügigen Terrassen bilden eine gelungene Kulisse für Events, Tagungen und Kongresse.

Neben dem großen Kongresssaal für über 1.400 Personen bietet ein Saal Raum für 330 Teilnehmer. Weitere sieben Tagungsräume fassen jeweils bis zu 140 Personen. Zwei helle Foyers verfügen über einen direkten Zugang zum Park und eine Ausstellungsfläche von über 1.200 Quadratmetern. Virtuelle Räume ergänzen die moderne Tagungstechnik und bieten die Infrastruktur für digitale und hybride Veranstaltungen aller Art. Die Außenflächen stehen auf Anfrage ebenfalls zur Vermietung zur Verfügung.

Weiterführende Informationen:
www.kongress-augsburg.de


Umweltforum Berlin: Name ist Programm

Beim Umbau in den Jahren 2000 bis 2002 war das Umweltforum Vorzeigeprojekt für ökologisches Bauen. In der ehemaligen Auferstehungskirche entstand eine ökologische Eventlocation für Tagungen, Konferenzen, Seminare oder Abendveranstaltungen. Mit einem großen Saal, dessen Deckenhöhe 17 Meter beträgt, elf Seminarräumen, Flächen für Catering und Ausstellungen sowie einer Terrasse im Grünen. Seitdem finden im Kirchenschiff nah am Alexanderplatz regelmäßig Veranstaltungen statt.

Eine Fotovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk erzeugen Strom, außerdem verfügt das Haus über umweltfreundliche Technologien wie eine Solarfassade, einen Gas-Brennwertkessel und Lehmputzwände. Strom in den Konferenzräumen und Büros wird zu 100 Prozent aus nachhaltigen Energiequellen bezogen. Das Gründach der Location leistet einen positiven Beitrag zum Stadtklima und ist Heimat von zehn Bienenstöcken.

Weiterführende Informationen:
www.besondere-orte.com


Landgut Stober: Ein Anwesen mit Modellcharakter

Nur 35 Minuten von Berlin entfernt, inmitten einer Parklandschaft mit See im Havelland, liegt das inhabergeführte Landgut Stober. Schon lange steht Nachhaltigkeit hier im Mittelpunkt der gesamten Unternehmensausrichtung. Und das Engagement zahlt sich aus. Seit 2012 wird das Tagungshotel fast jährlich mit entsprechenden Auszeichnungen prämiert. Auch 2021 wurde das Haus wieder als grünstes Hotel Europas geehrt.

Etwa die Hälfte der Kunden bucht das Landgut Stober aufgrund des konsequenten, klimaschonenden Wirtschaftens. Das dürften in Zukunft noch mehr werden. Dabei geht es Stober auch darum zu zeigen, dass man nicht auf Vier-Sterne-Komfort verzichten muss, wenn Ressourcen und Natur geschont werden. Eher möchte man durch entspanntes Vorleben möglichst viele Menschen von einem bewussteren Lebensstil überzeugen.

Vor Ort gibt es über 15 historische Tagungs- und Veranstaltungssalons für bis zu 750 Teilnehmer. Man tagt in den ehemaligen Fabrikhallen der Borsig-Werke, in denen man zur Zeit des Preußischen Reichs Eisenbahnen baute, oder in Räumen, die als Rinderstall, Kornspeicher und Brennerei genutzt wurden. Seit 2018 sind Tagungen vor Ort klimapositiv. Bereits 2019 wurde das Hotel auf 300 Zimmer erweitert. Weitere wichtige Details sind die Stromversorgung durch eine Fotovoltaikanlage, zwei Holzhackschnitzelheizungen mit Biomasse aus dem eigenen Wald und die Nutzung des Regenwassers für alle Toilettenspülungen. Allein dadurch werden 50 Prozent Frischwasser eingespart.

Weiterführende Informationen:
www.landgut-stober.de


Green City Freiburg

Die Stadt Freiburg versammelt zahlreiche „grüne“ Modellprojekte und hat sich zu einer Zukunftswerkstatt entwickelt, die bekannte Pionierprojekte für mittlerweile jährlich über 25.000 Fachbesucher aus aller Welt erlebbar macht.

Dass es Zeit zu handeln ist, hat Freiburg bereits in den frühen 70er-Jahren mit dem Beginn einer Protestbewegung gegen den geplanten Bau eines Atomkraftwerks erkannt und sich auf den Weg gemacht, eine umweltfreundliche Stadt zu werden. Viele nachhaltige Konzepte wurden erarbeitet und zahlreiche Projekte umgesetzt. Was viele Städte und Destinationen gerade erst entdecken, funktioniert hier schon lange. Und auch bei der Organisation von Veranstaltungen arbeitet die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) bevorzugt mit regionalen Partnern und Dienstleistern zusammen, um die regionale Wirtschaft zu unterstützen und lange Transportwege auszuschließen.

Freiburgs größte städtische Veranstaltungshäuser sind gute Beispiele dafür, wie nachhaltige Events umgesetzt werden können.

Kongresszentrum Konzerthaus Freiburg

Der städtische Energieversorger badenova versorgt hier nicht nur die Straßenbahnen, sondern auch das Kongresszentrum Konzerthaus Freiburg zu 100 Prozent mit Ökostrom. Darüber hinaus wurde im Zuge der Dachsanierung des Konzerthauses eine Fotovoltaikanlage mit 60 Kilo­watt-Peak installiert. In puncto Klimatisierung des barrierefreien Hauses erfolgte eine Nachrüstung, sodass nun eine CO2-gesteuerte Regelung der Lüftung im Rolf-Böhme-Saal zur Reduzierung des Energieaufwands beiträgt. Für die Heizung und Klimatisierung des Gebäudes wird die Abwärme der Uniklinik Freiburg genutzt. Die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik erfolgt schrittweise.

Kongressticket und Bikesharing-Angebot

Die zentrale Lage des Kongresszentrums Konzerthaus Freiburg direkt gegenüber dem Hauptbahnhof in der Innenstadt ermöglicht den Gästen und Veranstaltungsplanern eine umweltfreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach Ankunft gibt es in Zusammenarbeit mit dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) für Veranstaltungen ein Kongressticket. Somit werden die Teilnahmeausweise einer auch mehrtägigen Veranstaltung alle zu Fahrausweisen. Und seit 2019 steht das Freiburger Bikesharing-System „Frelo“ zur Verfügung, welches die Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit der Freiburger Verkehrs AG entwickelt.

Wege zur Abfallvermeidung

Die Stadt mit ihren großen Veranstaltungshäusern Kongresszentrum Konzerthaus oder Messe Freiburg geht bei der Müllvermeidung mit gutem Beispiel voran. Es werden fast 100 Prozent Recyclingpapier verwendet und auch gegen die Einwegbecherflut stemmt man sich erfolgreich. Doch auch private Veranstalter zeigen ihr Engagement und haben sich dem seit 1991 geltenden „Mehrweggebot“ für Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen angeschlossen.

Können Abfälle weder vermieden noch stofflich verwertet werden, landet der Restmüll aus der Region in der Thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage (TREA). Beim Verbrennungsprozess werden Energie und Wärme erzeugt, die derzeit circa 30.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Messe Freiburg klimaneutral

Seit Ende 2020 wird die Messe Freiburg mit Niedertemperaturwärme versorgt, die als CO2-neutrale Abwärme von einer Firma oder genauer aus deren Zelluloseproduktion stammt. Die quartiersbezogene Nutzung der industriellen Abwärme versorgt das Verwaltungsgebäude der FWTM bereits seit Mitte 2018. Durch den Wegfall des Erdgasverbrauchs werden bei der Messe jährlich 350 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Das sind stolze 32 Prozent der Umweltentlastung bezogen auf den gesamten Energieverbrauch der Messe. Die von der Messe Freiburg bezogene elektrische Energie ist zu 100 Prozent Ökostrom. Aktuell diskutiert man bei der Messe außerdem über die ökologisch und ökonomisch sinnvollste Lösung für die vorhandenen Fotovoltaikanlagen.

SC Freiburg erhält weltweit größte Solaranlage auf einem Stadiondach

Ein weiteres Beispiel nachhaltiger Veranstaltungslocations ist auch die neue Spielstätte des SC Freiburg: Das im vergangenen Jahr eröffnete Europa-Park-Stadion gilt als eines der nachhaltigsten überhaupt. Für gut 1,5 Millionen Euro will die Badenova Wärmeplus nun noch die weltweit größte Solaranlage auf einem Stadiondach installieren. Außerdem werden Stadion und Rasenheizung mit Prozess-Abwärme einer Firma aus dem benachbarten Industriegebiet geheizt. Die 15.000 Quadratmeter große Foto­voltaikanlage soll mit 6.000 Solarmodulen bis zu 2,3 Millionen Kilowattstunden produzieren. Damit kann der prognostizierte Jahresbedarf des Stadions gedeckt werden.

Weiterführende Informationen:
www.greencity.freiburg.de


Mainz im Nachhaltigkeitsmodus

Anfang des Jahres wurde die Rheingoldhalle nach 38-monatiger Sanierungs- und Erweiterungsphase mit rund 20 Räumen auf 9.000 Quadratmetern Veranstaltungs- und Foyerfläche in neuem Glanz wieder eröffnet. Herzstück ist der neu gestaltete Kongress-Saal mit goldener Wandverkleidung, der die markante dreieckige Dachform widerspiegelt. Auch die Öffnung zum Rhein ist ein großer Gewinn für das Kongresszentrum.

In der neuen Rheingoldhalle steckt zudem viel Grün, denn in Mainz' größtem Veranstaltungshaus wurden die meisten Bereiche vollständig modernisiert oder neu aufgebaut. Besonders stolz ist man auf die energetische Sanierung. Über 2.000 energiesparende LED-Beleuchtungskörper wurden eingebaut. Auf dem Dach ist nun eine 100-Kilowatt-Fotovoltaikanlage installiert. Zudem wird das städtische Fernwärmenetz genutzt. Insgesamt wurden die Komplexe Heizung, Lüftung, Elektro und Sanitär komplett auf links gedreht.

Während der größte Teil der energetischen Sanierung für die Besucherinnen und Besucher weitgehend unsichtbar bleibt, wird das nachhaltige Lüftungskonzept für alle ein spürbares Wohlempfinden auslösen. Die Klimatisierung der Halle stand gerade unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit besonders im Fokus. Neben dem Lüften wird auch die Raumkühlung relevanter. Das liegt nicht nur an den immer dichteren Gebäudehüllen, die die Wärme wie bei einer Thermoskanne nicht mehr rauslassen, sondern auch am Klimawandel und an den heißeren Sommern. Kommt noch eine große Anzahl an Menschen als zusätzliche Wärmequelle hinzu, ist auch ein so großer Raum wie der mit 2.200 Personen voll besetzte Kongress-Saal schnell überhitzt. Eine moderne Klimatisierung sorgt daher dafür, dass selbst bei einer Außentemperatur von 40 Grad Celsius die Luft auf 20 Grad Zulufttemperatur gekühlt wird. Und das mit einer ökologisch sauberen, CO2-freien Verdunstungskühlung mit Wasser. Große Mengen Kohlendioxid werden dadurch gespart, dass bei einem Großteil der raumlufttechnischen Anlagen auf eine zusätzliche energieintensive Kältemaschine verzichtet werden kann. Dabei können die raumlufttechnischen Anlagen bis zu 181.000 Kubikmeter Luft pro Stunde bewegen. Ausreichend, um alle Räumlichkeiten mit frischer, sauberer, sauerstoffreicher Luft zu versorgen und die Konzentration von schädlichen Aerosolen im Raum auf einem niedrigen Niveau zu halten. Eine wichtige Neuerung gerade im Hinblick auf den kommenden Herbst und Winter.

Für den Betreiber mainzplus CITYMARKETING ist die Eröffnung der Rheingoldhalle ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Stadt. Bereits seit dem Jahr 2009 engagiert man sich hierfür vor Ort und wurde im Jahr 2010 erstmals durch Ökoprofit und Green Globe zertifiziert. Um der Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit Nachdruck zu verleihen, ist mainzplus CITYMARKETING Mitglied im „Ökoprofit Klub“ und hat sich außerdem dem Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungsbranche „fairpflichtet“ angeschlossen.Mit diesem Kodex verfolgt das Unternehmen das Ziel, Verantwortung für Nachhaltigkeit im Unternehmen sowie bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zu implementieren.

Weiterführende Informationen:
www.mainz-congress.com und www.mainzplus.com


Center Parcs: Interaktive Business-Events mitten im Grünen

Das Bedürfnis nach Präsenzmeetings und Networking-Events ist nach langer Pandemiephase groß. Hinzu kommt verstärkt der Wunsch, Events im Grünen und möglichst interaktiv stattfinden zu lassen. Hierfür bieten die Center Parcs als Business-Eventlocation gute Voraussetzungen: intensives Arbeiten auf der einen sowie ein hoher Fun- und Networking-Faktor auf der anderen Seite.

Von den insgesamt 27 Center-Parcs-Parkanlagen liegen die deutschen Business Parks in einigen besonders schönen Regionen des Landes: an der Nordseeküste, in der Lüneburger Heide, im Hochsauerland und im Allgäu. Die Parks bieten dabei ein Komplettpaket aus komfortablen Hotelzimmern oder Häusern, Gastronomie und Eventflächen. Für Meetings und Tagungen stehen in den Business Centern flexible Raumkombinationen dank beweglicher Trennwände und die Multifunktionshallen der Parks zur Verfügung. Für große Teilnehmerzahlen von bis zu 3.500 Personen können Zeltaufbauten auf den Eventflächen der Parks errichtet werden. Wer es noch größer braucht, kann über die Möglichkeit des „Buy-outs“ einen kompletten Park exklusiv anmieten und alle Parkeinrichtungen und -flächen flexibel nutzen. So wird der gesamte Park zum „Firmendorf“ auf Wunsch mit eigenem Branding des Parks und der Häuser.

Mit dem Green Key zertifiziert

Alle Parks bestechen mit ihrer Lage inmitten der Natur. Dabei legt Center Parcs großen Wert auf einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und wurde für dieses Engagement mit dem Green-Key-Gütesiegel sowie den ISO-14001- und ISO-50001-Zertifikaten für Umweltmanagement ausgezeichnet. Seit 2020 sind alle Parks im Besitz dieses Zertifikats, die niederländischen Parks haben sogar die Gold-Stufe erreicht.

So wird etwa in den Häusern versucht, dank intelligenter Thermostate und wassersparender Duschköpfe einen nachhaltigen und energieeffizienten Aufenthalt zu ermöglichen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Und das tropische Dekor in den Market Domes, die den jeweiligen Parkmittelpunkt bilden, besteht aus bedrohten Pflanzen, Vögeln und Fischen, denen hier ein zweites Leben geschenkt wird. Die Restaurants im Market Dome bieten gesunde und nachhaltige Speisen und werden zu einem großen Teil mit regionalen Produkten zubereitet. Orangenschalen werden zum Teil aufbewahrt und für die Seifenherstellung verwendet, Kaffeesatz erweist sich als hervorragendes Substrat für die Zucht der eigenen Austernpilze und altes Speiseöl wird für Biodiesel verwendet.

Neben wiederverwendbaren Taschen in den Market Domes werden recycelte Produkte auch zur Parkgestaltung genutzt. Plastikmüll, der gemeinsam mit den Gästen am World Clean Up Day in der Umgebung gesammelt wird, bekommt etwa in Form von Parkbänken ein neues Leben. Und im Park Allgäu wurden Altkleider zu Laternenmasten verarbeitet.

Wahl der Standorte nach ökologischen Kriterien

Der ökologische Fußabdruck von Events gerät zunehmend in den Fokus. Umso wichtiger ist es, dass Veranstaltungslocations mit nachhaltigen Konzepten überzeugen. Schon von der Geburtsstunde eines jeden Parks an spielt der respektvolle Umgang mit der Natur bei den Center Parcs eine wichtige Rolle. Der Schutz der Umgebung und die Aufwertung der lokalen Naturschätze sind erklärtes Ziel in der Planungs-, Bau- und Betriebsphase. Ökologische Kriterien werden bereits bei der Wahl der Standorte berücksichtigt. So bestehen die Parks zu 90 Prozent aus Grün und Wasser und weisen eine besonders hohe Biodiversität auf. Es wird hier auch auf die Expertise hauseigener Biologen zurückgegriffen. Im Durchschnitt gibt es etwa 45 Tierarten und die Pflanzenvielfalt ist oft größer als in der Umgebung.

Eigener Strom und Regionalität

Center Parcs erzeugt eigenen Strom und nachhaltige Energie mit Sonnenkollektoren und Erdwärme. Es stehen zudem Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung.

Eine besondere Rolle kommt dem Prinzip der Regionalität zu. Erklärtes Ziel ist es, dauerhaft mit den Regionen sowie regionalen Partnern und Lieferanten zusammenzuarbeiten und dabei das nachhaltige Engagement zu fördern. So engagiert sich das Unternehmen zum Beispiel für bessere Lebensbedingungen von Nutztieren und arbeitet seit Jahren mit seinen Partnern aus der Gastronomie zusammen, um Tierschutzkriterien schrittweise in die Einkaufsprozesse zu integrieren. Die Erfüllung des European Chicken Commitment ist dabei nur eines der erklärten Ziele. Die Regionalität, beziehungsweise der Wunsch, die unterschiedlichen Regionen maximal einzubinden, wird bei Center Parcs auch durch seine Einstellungs- und Human-Ressources-Politik sowie seine lokalen Partnerschaften für die angebotenen Aktivitäten und Serviceleistungen deutlich.

Nachhaltiges Teambuilding

Der Aufenthalt in den Parks soll sowohl für Privat- und Business-Kunden als auch für Event-Teilnehmer im Einklang mit der Natur und der Umwelt stehen. Angebote rund um Natur und Nachhaltigkeit schärfen das Bewusstsein und bauen wichtiges Wissen aus. Wanderungen mit dem Förster, Fahrradtouren, Geo-Caching oder gemeinsame CSR-Aktivitäten, wie das Pflanzen eines Baumes, sind dabei nur einige Beispiele für passende Teambuilding-Maßnahmen. Auch dadurch möchte Center Parcs einen positiven Effekt auf die Ökobilanz von Veranstaltungen nehmen.

Weiterführende Informationen:
www.centerparcs.de/business


Grünes Engagement im Rhein-Main-Gebiet

Im Congress Park Hanau (CPH) hat sich das gesamte Team dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet und orientiert sich bereits seit 2013 an dem Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungswirtschaft. Der Congress Park Hanau, direkt am Schlossgarten am Rande der Hanauer Altstadt, gehört zu den größeren Häusern im Rhein-Main-Gebiet. Durch die Einbeziehung der unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Stadthalle sowie eines in 2003 fertiggestellten neuen Anbaus werden historische Elemente mit modernem Design verbunden. Seit der Eröffnung finden hier Konferenzen und Tagungen wichtiger Unternehmen, Bundes- oder Landesparteitage, Theater- und Konzertaufführungen oder Bälle statt. Das Raumangebot vor Ort umfasst einen Kongresssaal mit über 1.000 Sitzplätzen, einen Theater- und Konzertsaal für 800 Personen und mehrere mittlere und kleine Säle, die flexibel genutzt werden können. Über 2.000 Quadratmeter Foyerflächen stehen für Messen und Ausstellungen zur Verfügung.

Insbesondere das Energiekonzept mit Ökostrom aus Wasserkraft, die Fotovoltaikanlage auf dem Dach, die stetige Optimierung des Beleuchtungsplans und die regelmäßige Revitalisierung der Veranstaltungstechnik durch moderne, stromsparende Geräte haben eine große Hebelwirkung in Sachen Nachhaltigkeit. Dazu kommen der Einsatz von regionalem oder Bio-Catering, die konsequente Mülltrennung, der Verzicht auf Einweggeschirr und verschiedene wassersparende Anlagen im Haus.

Durch eine Kooperation mit „natureOffice“ haben Veranstalter die Möglichkeit, den CO2-Ausstoß ihrer Veranstaltung vorab zu errechnen und die ermittelten Emissionen über ein Klimaschutzprojekt zu kompensieren. Wer sich dafür entscheidet, darf seine Veranstaltung schon im Vorfeld mit dem Logo „Wir veranstalten klimaneutral“ bewerben. Das Thema Nachhaltigkeit ist im CPH auch im strategischen Management verankert und wird bei Entscheidungen berücksichtigt.

Ökologische und soziale Aspekte sind an vielen Stellen in die betrieblichen Abläufe eingebunden. Dazu gehören die Erfassung der CO2-Emissionen bei Dienstreisen, der Einsatz von recyceltem Papier, fair gehandelter Kaffee aus umweltverträglichem Anbau. Nach und nach sollen durch nachhaltige Einkaufsrichtlinien auch die Lieferanten in den Prozess der Nachhaltigkeit mit einbezogen werden, um so einen Dominoeffekt anzustoßen, der sich in der Region auswirkt.

Weiterführende Informationen:
www.cph.de


(KS/MW)

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