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Mehr InformationenVertrag bis 2030 verlängert
Erst kürzlich haben die Messe Frankfurt und die IMEX ihren Vertrag für die Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre verlängert. Bis 2030 bleibt die IMEX dem Frankfurter Messegelände als Fachmesse somit definitiv erhalten. Seit ihrer Premiere im Jahr 2003 ist sie fest in Frankfurt verankert und hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Zur IMEX 2025 trafen sich in der Mainmetropole 13.000 internationale Besucher, darunter über 4.000 Einkäufer für Meetings und Events, und 2.900 Aussteller aus aller Welt. Die Messe Frankfurt selbst nimmt zur IMEX eine Doppelrolle ein, als Gastgeberin einerseits und Aussteller andererseits.
Schwerpunktthema „Design Matters“
Alle zwei Jahre legt die IMEX einen Schwerpunkt fest, um die Aufmerksamkeit der Branche auf ein Thema im Besonderen zu lenken. Für die Jahre 2026 und 2027 wurde das Design in den Fokus gerückt. Thematisch knüpft der neue Talking Point an den regionalen Kontext an: Die Region Frankfurt Rhein-Main wurde für 2026 zur „World Design Capital“ ernannt. „Wenn wir über oberflächliches Networking hinausgehen und Menschen finden, die unsere Werte teilen, kommt die Eventbranche wirklich zur Geltung. Wir glauben, dass dieses Gefühl der Zugehörigkeit die Grundlage für starke Beziehungen und ein starkes Geschäft ist, was zunehmend als Return on Relationship bezeichnet wird“, erklärt Carina Bauer, CEO der IMEX Group.
Auf der Messe soll sich „Design Matters“ in verschiedenen Formaten widerspiegeln, darunter interaktive Installationen, Aktivitäten an Ausstellerständen sowie im umfangreichen Weiterbildungsprogramm mit mehr als 200 Sessions. In den Sessions und inklusiven Führungen durch die Ausstellungsfläche sollen die Teilnehmenden konkrete Beispiele dafür entdecken können, wie Design als entscheidender Wettbewerbsvorteil genutzt werden kann, indem es Organisationen, Marken und Veranstaltungen hilft, sich von der Masse abzuheben.
„Design ist heute der entscheidende Differenzierungsfaktor: In einer Zeit, in der Aufmerksamkeit knapp ist und Erwartungen hoch sind, entscheidet Design – visuell, emotional, architektonisch und erlebnisorientiert – darüber, wer heraussticht und wer im Gedächtnis bleibt. Kurz gesagt: Design dient dazu, die Ziele einer Veranstaltung zu unterstützen und echte Wirkung zu erzeugen“, stellt Bauer fest.
Drei der vier neu eingeführten Bildungsangebote widmen sich explizit dem Thema Design aus unterschiedlichen Perspektiven: „Design Matters“, „Designing for human needs“ und „Regenerative design“. Ergänzt werden sie durch das erneut angebotene Format „Experiential Event Design“.
Schließlich spielt Design auch in der Nachhaltigkeitsstrategie der Messe eine zentrale Rolle – etwa bei der Auswahl der Materialien (z. B. recycelte und wiederverwendbare Teppiche) oder bei Catering-Angeboten mit geringerer CO2-Bilanz. Ziel soll es sein, positive nachhaltige Effekte zu maximieren und gleichzeitig ein hochwertiges Besuchererlebnis zu bieten.
Neue Themenbereiche
Der Themenbereich „Design für menschliche Bedürfnisse“ untersucht, wie Umgebungen geschaffen werden können, in denen sich jeder wohlfühlt. Auch inklusives Design wird thematisiert. Ganz praxisnah wird u. a. ein Regisseur seine Sicht auf Erlebnisdesign präsentieren und theaterwissenschaftliche Prinzipien nutzen, um den emotionalen Verlauf einer Veranstaltung abzubilden. In einer anderen Session wird ein „Freude-Meter“ vorgestellt, mit dem Planer nicht nur Daten, sondern auch emotionale Wirkung messen können. Damit soll gezeigt werden, dass Begeisterung sowohl das Engagement als auch den Geschäftserfolg steigern kann.
In den Sessions zum Schwerpunkt „Regeneratives Design“ berichten Experten über die Erfolge und Misserfolge ihrer Nachhaltigkeitsstrategien. Da die ESG-Berichterstattung für viele europäische Organisationen mittlerweile verpflichtend ist, sollen Praxisbeispiele für zirkuläres Design zeigen, wie regeneratives Denken und praktische Umsetzung eine Veranstaltung stärken können, anstatt ihre Auswirkungen lediglich zu minimieren. Dabei geht es von der Wiederverwendung von Materialien und der Abfallreduzierung bis hin zur Zusammenarbeit mit Lieferanten.
Bereits im letzten Jahr waren Technologie- und KI-Schulungen auf der IMEX stark nachgefragt. Der Themenslot „Technologiebasierte Zukunftsperspektiven“ soll sich nun auf praktische Werkzeuge, Fähigkeiten und Anwendungen konzentrieren. Branchenexperten zeigen Planern etwa, wie sie ihr bestehendes Ökosystem optimal nutzen, ihre Technologie-Infrastruktur konsolidieren und sich überschneidende Tools identifizieren können. Außerdem gibt es einen detaillierten Einblick in Betrug und Deepfakes sowie Tipps zum Schutz von Einzelpersonen und Organisationen.
Weitere Informationen:
frankfurt.imexevents.com
Tagungsstandort Deutschland auf der IMEX
Das GCB German Convention Bureau e. V. übernimmt bei der kommenden Ausgabe der Messe – und damit bereits zum 21. Mal – die Organisation des Deutschlandbereichs. Unter dem Motto „Meetings made in Germany“ sollen Veranstaltungsplaner die Vielfalt des Tagungsstandorts im persönlichen Dialog kennenlernen und Deutschland als Gastgeber erleben. Erneut werden sich rund 150 Aussteller und Unteraussteller präsentieren.
Begegnung im Mittelpunkt
Das 2024 erstmals umgesetzte modifizierte Standkonzept wurde weiterentwickelt, um dem Wunsch der Aussteller nach mehr Offenheit und Begegnungsfläche gerecht zu werden. Neben Counter-, Regional- und Freiflächen wird es auch 2026 den „Business Boulevard“ als zentrale Präsentationsfläche geben, die allen Partnern zur Verfügung steht. Hier werden Vorträge und Aktionen an allen Messetagen stattfinden. Im GCB Video Hub sollen erneut Instagram Reels und weitere Bewegtbild-Formate live von der Messe produziert werden. Dieser digitale Content soll bestenfalls über die drei Messetage hinaus Wirkung entfalten.
Bereits im letzten Jahr wurde der Fokus auf einen nachhaltigen Messeauftritt nochmals verstärkt. Neben etablierten Maßnahmen wie vegetarisches Catering, klimafreundliche Anreise und Vermeidung von Einwegprodukten wurden die CO2-Emissionen des Deutschlandstandes erfasst und kompensiert sowie zusätzliche nachhaltige Materialien wie etwa ein recyclingfähiger Teppich eingesetzt.
IMEX Educational Trips
Interessierte Tagungsplaner, die sowohl nationale als auch internationale Tagungen, Kongresse und Events planen, können sich auch in diesem Jahr für die GCB-Hosted-Buyer-Gruppen anmelden. Anreise per Bahn, Messebesuch und Übernachtung sind für bestätigte Teilnehmende kostenlos. Wer die Einladung als Hosted Buyer annimmt, verpflichtet sich jedoch, Termine mit Ausstellern zu vereinbaren. Vor der IMEX wird in diesem Jahr außerdem ein Educational Trip nach Essen angeboten. Nach der IMEX geht es für Interessierte nach Baden-Baden oder Karlsruhe.
Weitere Informationen:
www.gcb.de
Association Focus als Pre-Event
Am Montag, den 18. Mai, findet der Association Focus für Verbände und Organisationen als Pre-Event zur IMEX im Kap Europa statt. Er wird in Zusammenarbeit mit der American Society of Association Executives (ASAE) organisiert und vom Amsterdam Convention Bureau gesponsert. In diesem Jahr liegt der Fokus auf den Themen Führung, KI und der sich wandelnden Rolle von Veranstaltungen. Die beiden angekündigten Keynotes beschäftigen sich zum einen mit der Mitgliederbindung und -motivation als derzeit größten Herausforderungen für Verbände. Zum anderen geht es um das Thema KI und die Zukunft der Arbeit. Dabei stehen v. a. KI-Tools im Fokus, die zu mehr Effizienz am Arbeitsplatz führen.
Zwei Tracks für Führung und Eventplaner
Ein spezieller Track für Führungskräfte untersucht, wie Verbände KI als strategischen Vorteil nutzen können. Die Sessions beschäftigen sich unter anderem mit der Rolle von KI bei der Steigerung des Mitgliederengagements und der Diversifizierung der Einnahmen. „Verbände sehen sich heute mit ständigen Umbrüchen, sinkenden Margen und steigenden Erwartungen konfrontiert“, erklärt Michelle Mason, Präsidentin und CEO von ASAE. „Resilienz bedeutet mehr als nur den Umgang mit Veränderungen; sie bedeutet, Tools wie KI strategisch einzusetzen, um unsere Reichweite zu vergrößern, die Effizienz zu steigern und die Interaktion zu personalisieren.“
Für Eventplaner soll es einen praktischen Einblick in zukunftsorientierte Veranstaltungspraktiken geben. Dabei sind Organisationen auch dazu aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen und vorzustellen, welche interessanten strategischen Änderungen sie in den letzten Jahren bei ihren Veranstaltungen eingeführt haben.
MICE Impact für zwei unterschiedliche Zielgruppen
Rund um die IMEX bietet MICE Impact zwei Programme für unterschiedliche Zielgruppen der Veranstaltungsbranche an. Im Fokus stehen die MICE Impact Experience Week sowie das Nachwuchsformat YoungStars.
Die MICE Impact Experience Week richtet sich an Eventplanende aus Unternehmen, Verbänden, Agenturen und an Freelancer. Das dreitägige Programm steht unter den Leitmotiven „People, Planet, Purpose“ und kombiniert fachlichen Austausch mit Networking-Möglichkeiten. Zu den Programmbestandteilen zählen die MICE Impact Academy, die MICE Impact Lounge sowie die MICE Impact Night. Darüber hinaus umfasst das Angebot zwei Tage auf der IMEX mit Bildungseinheiten in der Impact Zone, sogenannten Impact-Sessions und weiteren Austauschformaten.
Ergänzend wird mit YoungStars ein Format speziell für Nachwuchskräfte angeboten. Es richtet sich an Auszubildende, Trainees und Eventplaner:innen in den ersten Berufsjahren und soll den Einstieg in die MICE-Branche unterstützen. Das ebenfalls dreitägige Programm umfasst Workshops, Keynotes und interaktive Formate zu aktuellen Herausforderungen der Branche.
Inhalte der MICE Impact Experience Week sind in das YoungStars-Programm integriert. Ziel der Initiative ist es, jungen Fachkräften Orientierung zu bieten, Netzwerke aufzubauen und praxisrelevante Kompetenzen für den Arbeitsalltag in der Veranstaltungswirtschaft zu vermitteln. (KS)
Weitere Informationen:
www.mice-impact.com



