Welche Potenziale und Herausforderungen das autonome Fahren für die Automobilwirtschaft mit sich bringt, stand im Mittelpunkt des gemeinsamen Fachdialogs „Future of Mobility“ des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Automechanika Frankfurt im VDIK-Hauptstadtbüro in Berlin. VDIK-Präsidentin Imelda Labbé betonte: „Autonome Fahrzeuge bieten entscheidende Vorteile bei Sicherheit und Komfort. Deshalb wird autonomes Fahren ein fester Bestandteil der individuellen Mobilität der Zukunft sein. Nun kommt es darauf an, dass sich Automobilwirtschaft und Tech-Unternehmen stärker vernetzen, um den Praxisbetrieb auch nach Deutschland und Europa zu bringen.“
Eng mit dieser Entwicklung verbunden ist die Frage nach den künftigen Wertschöpfungsketten. Große Technologieunternehmen müssen als zentrale Kontrollpunkte besetzen werden. Dazu zählen neben der Fahrzeug- und Softwaretechnologie auch Flottenbetrieb, Mobilitätsplattformen, Dienstleistungen und das Kundenerlebnis. Der Profitpool werde sich weiter von der Hardware zur Software verlagern. Für die Automobilwirtschaft stellt sich daher die Frage, welche Teile der Wertschöpfung sie künftig besetzen und sichern könne. Dass der Übergang von der Testphase in den Regelbetrieb gelingen müsse, unterstrich auch Anita Geißler, Referentin für Autonomes Fahren im Bundesministerium für Verkehr. Neue Technologien erzeugten zunächst Unsicherheit und Ängste. Vertrauen entstehe jedoch durch sichtbare und sichere Anwendungen – mit weniger Unfällen, mehr Komfort und höherer Verkehrseffizienz. Politik und Industrie sollten deshalb mehr wagen und Innovationen in einem agilen Rechtsrahmen weiterentwickeln.
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