DBB: Steuer würde nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbraucher empfindlich treffen

Mehr als 300 Unternehmen der Getränkewirtschaft wenden sich in einem offenem Brief gegen geplante Zuckersteuer

Mehr als 300 Unternehmen der deutschen Getränkewirtschaft haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief gegen die von Bundesregierung und Bundestag geplante Einführung eine Zuckersteuer bzw. -abgabe auf Getränke ausgesprochen. Die Unternehmen unterstützen damit die Position der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg), des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM), des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF), des Deutschen Brauer-Bundes (DBB) sowie der Privaten Brauereien Deutschland. Gemeinsam mit den Branchenverbänden appellieren sie an die Politik, auf zusätzliche Belastungen für Unternehmen und Verbraucher zu verzichten.

In ihrem Brief machen die Unternehmen deutlich, sie in den vergangenen Jahren bereits erheblich durch gestiegene Energie-, Logistik-, Verpackungs- und Personalkosten belastet worden sind. Hinzu kommen die Auswirkungen der Konsumzurückhaltung sowie die anhaltende Krise der Gastronomie. Vor diesem Hintergrund warnen die Betriebe vor den Folgen einer zusätzlichen Abgabe. Nach Auffassung der Branchen würde eine Zuckersteuer nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbraucherinnen und Verbraucher empfindlich treffen. Die Getränkewirtschaft verweist darauf, dass die Lebensmittelpreise bereits heute auf einem sehr hohen Niveau liegen und weitere Preissteigerungen die Kaufkraft vieler Menschen zusätzlich schwächen würden. Zugleich stellen die Unterzeichner die gesundheitspolitische Wirksamkeit einer Zuckersteuer infrage. Aus Sicht der Getränkewirtschaft würde eine Zuckersteuer weder die komplexen Ursachen von Übergewicht und ernährungsmitbedingten Erkrankungen lösen, noch einen nachhaltigen Beitrag zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung leisten.


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/ueber-300-unternehmen-der-getraenkewirtschaft-wenden-sich-gegen-geplante-zuckersteuer-173207/

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