Verbands-Presseticker
(Berlin) - BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf warnt davor, beim Strommix Kohle- und Kernenergie zurückzufahren. Deutschland braucht in zwölf Jahren diese rund 130 Milliarden Kilowattstunden rund ein Viertel unserer Stromversorgung. Der private Verbraucher und die Unternehmen müssten die Zeche zahlen, sagte Schnappauf angesichts sich häufender Proteste gegen neue Kraftwerke. Morgens Kohle- und Kernenergie abzulehnen und abends zu hohe Preise zu beklagen das ist ein heilloser Widerspruch.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich gegen weitere Ausnahmen von der Rundfunkgebührenpflicht ausgesprochen. Der DJV reagierte damit auf die aktuelle Forderung der deutschen Hotellerie, die Gebühren für Empfangsgeräte in Hotelzimmern auf 25 Prozent zu reduzieren.
(Berlin) - Private Vermieter scheitern in den meisten Fällen an der Realisierung der Mieterhöhung, wenn sie ihre Immobilie energetisch verbessern. Nach einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) konnten private Vermieter seit 2002 in nur 20 Prozent der Modernisierungsfälle die Mieter über eine Mieterhöhung an den Kosten beteiligen. In den anderen Fällen haben die Vermieter die Investitionskosten alleine getragen, während die Mieter von den Maßnahmen profitierten, erläutert der Präsident der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund, Rolf Kornemann. Das Mietenniveau in Deutschland ist nach seiner Auffassung deshalb zu niedrig, um die Klimaschutzziele im Gebäudebestand mittelfristig zu erreichen.
(Hannover) - Ärztinnen und Ärzte, die eigenverantwortlich radiologische Untersuchungen am Menschen durchführen, haben sich einer gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherung zu unterziehen. Dies gilt für alle kassen- und/oder privatärztlich tätigen Ärzte genauso wie für ihre Kollegen im Krankenhaus. Die Überprüfung von Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie die damit verbundene fachliche Beratung obliegt hierzulande der so genannten Ärztlichen Stelle, die als Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen auf der Grundlage der Röntgen- und der Strahlenschutzverordnung im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums tätig wird.
(Köln) - Deutschland hat mit der Unternehmenssteuerreform einen Schritt nach vorne getan. Dies zeigt ein neues Rechenmodell des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Danach ist der effektive Durchschnittssteuersatz für ein Unternehmen, welches die Abschreibungsmöglichkeiten optimal nutzt, im Zuge der Reform von 36,0 auf 28,9 Prozent gesunken. Damit gelingt der Bundesrepublik der Sprung ins internationale Mittelfeld. Zwar ist die tatsächliche durchschnittliche Steuerlast hierzulande auch nach der IW-Modellrechnung weitaus höher als etwa in Irland (11,9 Prozent) oder Österreich (21,6 Prozent). Die Unternehmen kommen aber deutlich besser weg als in Japan (40,9 Prozent) oder im US-Bundesstaat New York (48,4 Prozent).
(Bonn) Heute (12. Februar 2008) haben die deutschen Bischöfe auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Erzbischof Dr. Zollitsch folgt Karl Kardinal Lehmann (Mainz) nach, der das Amt des Vorsitzenden über 20 Jahre inne gehabt hat.
(Berlin) - Viele Deutsche machen ihr Leben publik. Bei den 14- bis 29-Jährigen veröffentlicht bereits jeder Zweite persönliche Informationen im Netz. Doch nicht nur junge Nutzer präsentieren sich online: Die älteren Surfer gehen zunehmend mit eigenen Profilen ins Web, sagt Prof. Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied des Hightech-Verbandes BITKOM. Unter dem Strich hat fast jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) eine private Internet-Präsenz, ergab die monatliche Erhebung WebMonitor von BITKOM und forsa. Dabei wurden tausend Bundesbürger repräsentativ befragt. Besonders beliebt sind Profile in Online-Netzwerken: 12 Prozent der Bundesbürger sind in solchen Communities präsent, in denen sie sich mit anderen Mitgliedern austauschen können. Ebenfalls genutzt werden eigene Homepages (4 Prozent), Online-Tagebücher und Singlebörsen (je 2 Prozent).
(München) - Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat wenige Tage vor dem Zeugnistermin gefordert, die Halbjahreszeugnisse abzuschaffen. In der Regel sind die Informationen in diesen Zwischenberichten bekannt. Eltern können gut darauf verzichten, erklärte Wenzel. Wichtiger ist es, dass sich Eltern und Lehrpersonen regelmäßig in Gesprächen austauschen und ihre gemeinsame Ver-antwortung für die Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen wahrnehmen. Dies setzt eine stabile Vertrauenskultur voraus, die sich in Schulfamilien entwickeln kann. Wenn die Bildungs- und Erziehungsprozesse für alle Kinder und Jugendlichen gut gelingen sollen, müssen sich alle Erwachsenen im Umfeld der Schule ihrer Verantwortung bewusst sein. Dazu gehören Eltern und Lehrer, aber auch Vertreter der Kommune, der örtlichen Wirtschaft und der Beratungs- und Fürsorgeeinrichtungen. Die gegenseitige Information und Unterstützung in dieser `Schulfamilie´ würde letztlich zu einer Entlastung aller Beteiligten und zu besseren Erziehungs- und Bildungserfolgen führen.
(Frankfurt am Main) - Der Hörbuchmarkt ist 2007 weiter gewachsen, im Vergleich zum Vorjahr 2006 jedoch deutlich langsamer. Der Umsatz in der Warengruppe Hörbuch steigerte sich im Jahr 2007 um 2,6 Prozent. 2006 betrug die Zuwachsrate 17,4 Prozent. Das geht aus den neuesten Marktdaten hervor, die media control GfK International im Auftrag des BÖRSENBLATTS FÜR DEN DEUTSCHEN BUCHHANDEL für seine Spezial-Ausgabe Hörbuch ermittelt hat. Berücksichtigt wurden die Verkaufszahlen über die Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce - Basis des monatlich erscheinenden Branchen-Monitors BUCH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Das BÖRSENBLATT Spezial Hörbuch wird am 12. Februar an die Abonnenten des BÖRSENBLATTS verschickt.
(Frankfurt am Main) Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF) fordert eine Modernisierungspflicht für die rund 30 Millionen einfachverglaster Fenster in Deutschland. Diese machen nur 5 Prozent aller Fenstereinheiten im Gebäudebestand aus, ihre vollständige Modernisierung würde aber rund 25 Prozent zu der gesamten durch Fensteraustausch möglichen Energieersparnis beitragen, erklärt VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn.





