Verbands-Presseticker
(Frankfurt am Main) - Unser Leben im Jahr 2030: Kunststoff-Roboter sind Alltag. Sie übernehmen etwa Teile der Kindererziehung und kümmern sich um alte Menschen. Das ist auch bitter nötig, denn 2030 werden wir im Schnitt 130 Jahre alt. Sind wir mal krank, bekommen wir beim Arzt Ersatzorgane, die aus Stammzellen gezüchtet werden. Wer etwas wissen möchte, der schaut eben mal im superintelligenten Internet nach denn damit ist jedermann jederzeit über ein neurologisches Interface verbunden... Klingt das für Sie nach Science Fiction? Einem gestern (22. November 2007) veröffentlichten Report des britischen Zukunftsforschers Ray Hammond zufolge werden wir dieses Szenario aber bereits binnen der kommenden 25 Jahren erleben.
(Berlin) - Die zunehmende Ökonomisierung im Gesundheitswesen und die damit einhergehende Veränderung des Arztberufes stehen im Zentrum einer Dokumentation, die der NAV-Virchow-Bund heute (23. November 2007) in Berlin vorgestellt hat. Das Buch Ärzte im Sog der Ökonomie Notwendig und zweckmäßig oder hilfreich und gut? beleuchtet die gesundheits- und berufspolitische Entwicklung der Jahre 1994 bis 2006 und damit die Amtszeit des heutigen Ehrenvorsitzenden des Verbandes, Dr. Maximilian Zollner.
(Heidelberg) - Vier Stiftungen wurden heute (23. November 2007) mit dem KOMPASS, dem Preis für gute Stiftungskommunikation des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, ausgezeichnet. Die Felix Burda Stiftung, München, gewann den Preis für ihren gelungenen Gesamtauftritt. Die Kampagne Leistung. Fairplay. Miteinander. der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Frankfurt am Main, wurde in der Kategorie Strategische Projekt-PR mit der gläsernen KOMPASS-Stele prämiert. Preiswürdig erschien den Juroren, zu denen unter anderem der FOCUS-Chefredakteur Helmut Markwort gehörte, auch die Integrative Kinderkunstwoche 2006 der Deutschen Stiftung für Menschen mit Downsyndrom, Mutlangen. Diese kleine und junge Stiftung erhielt den KOMPASS in der Kategorie Einzelne Kommunikationsmaßnahmen. Mit dem Sonderpreis für die Beste Website wurde der Internetauftritt der Amadeu Antonio Stiftung, Berlin, bedacht.
(Frankfurt am Main) - Die Unionsparteien lehnen den Vorstoß der Bundesgesundheitsministerin für ein Präventionsgesetz nun schon zum zweiten Male ab. Inakzeptabel an der vorgeschlagenen eigenständigen Säule der gesundheitlichen Vorsorge ist vor allem die damit verbundene Bürokratie. Die SPD plant eine Stiftung, die Präventionsziele festlegt und hierauf abgestimmte Projekte initiiert. Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sollen hierzu 250 Millionen Euro an einen Fonds überweisen. Weitere 100 Millionen steuern Unfall-, Pflege- sowie auch die privaten Krankenversicherungen (PKV) bei. Das, so die Union, instrumentalisiere Sozialabgaben für gesamtgesellschaftliche Aufgaben.
(Bonn) - Die Leistungen der Bundesregierung zur Mitte der Legislaturperiode bewertet der Deutsche Naturschutzring (DNR) angesichts der dramatischen Herausforderungen beim Klimaschutz und der Erhaltung der biologischen Vielfalt als nicht überzeugend.
(Berlin) - Der NABU hat den Verband der agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) für sein Vorhaben kritisiert, die Bezeichnung Apfelsaft von schwäbischen Streuobstwiesen als Ursprungsbezeichnung EU-weit schützen zu lassen. In seinem Antrag setzt der Keltereiverband das baden-württembergische Herkunftszeichen als Messlatte an. Darin sei aber die Beimischung von Plantagenobst aus so genannter Integrierter Produktion möglich. In keiner Form der Landnutzung werden so viele Pestizide gespritzt wie im Plantagenobstbau - am Bodensee sind dies im Durchschnitt rund 23 Spritzungen pro Jahr. Der VdAW will den Verbrauchern in der gesamten Europäischen Union hier mit dem Begriff `Streuobst´ ein Produkt unterschieben, in dem Obst aus Niederstammanlagen enthalten sein darf. Das führt den Verbraucher bewusst in die Irre, sagte der Sprecher des NABU-Bundesfachausschuss Streuobst, Markus Rösler Der Antrag greife ferner auch aus formalen Gründen nicht, da Apfelsaft aus schwäbischen Streuobstwiesen kein verbreiteter Begriff wie beispielsweise Gurken aus dem Spreewald sei. Das wäre aber die Voraussetzung für die Eintragung.
(Essen) - Im Rahmen eines Forums des Landesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) Nordrhein-Westfalen zum Thema Reform der Pflegeversicherung trafen sich am Mittwoch (21. November 2007) in Essen Pflegeexperten und BKK-Mitarbeiter, um sich über das Reformvorhaben auszutauschen. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Problematik der Pflegestützpunkte und Pflegeberater.
(Berlin) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte den Pay-TV-Sender Premiere erfolgreich verklagt. Der Bundesgerichtshof entschied am 15. November 2007, dass es nur in Ausnahmefällen zulässig ist, das Programmangebot und die Preise einseitig zu ändern. Der vzbv fordert daher Anbieter mit ähnlichen Angeboten auf, ihre Abonnement-Verträge zu überprüfen und gegebenenfalls nachzubessern. "Es müssen schon gewichtige und für die Verbraucher transparente Gründe sein, die zu Preis- und Leistungsänderungen durch die Anbieter berechtigen", sagt Gerd Billen, Vorstand des vzbv.
(Berlin) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat vor zunehmendem Unterrichtsausfall, größeren Klassen und einer steigenden Belastung der Lehrerinnen und Lehrer gewarnt. "2007 haben die Länder 3.800 Lehrkräfte weniger eingestellt als von der Kultusministerkonferenz (KMK) in ihrer Bedarfsanalyse 2003 prognostiziert. Damit haben die Länder innerhalb von fünf Jahren eine Einstellungslücke von 17.400 Lehrern aufgerissen. Dabei haben die Ergebnisse von PISA und Co. in den vergangenen Jahren deutlich gemacht: Das deutsche Schulsystem muss qualitativ weiter entwickelt werden - und dafür brauchen wir mehr Pädagogen und nicht weniger", stellte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne mit Blick auf den heute (23. November 2007) von der Bildungsgewerkschaft in Berlin vorgestellten "Lehrerarbeitsmarktbericht 2007" fest. Dr. Kathrin Dedering und Dr. Frank Meetz haben die Studie in Nachfolge des Essener Bildungsforschers Prof. Klaus Klemm erstellt.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat das gestrige (22. November 2007) Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum Quellenschutz als eine wichtige Entscheidung für die Pressefreiheit begrüßt. Vor dem Gericht hatte ein niederländischer Journalist gegen seine Inhaftierung geklagt, die erfolgt war, weil er die Identität seines Informanten nicht preisgeben wollte. Er hatte im Jahr 2000 über Waffenhandel recherchiert und wurde für die Dauer von zwei Wochen in Beugehaft genommen. Die Straßburger Richter bestätigten ihre Rechtsprechung, nach der der journalistische Quellenschutz eine der grundlegenden Voraussetzungen für die Pressefreiheit ist. Ohne einen solchen Schutz würden Informanten daran gehindert, die Medien über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Gleichzeitig würde die Wächterfunktion der Presse untergraben.



