10 Jahre Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung
(Berlin) - 20. Dezember 2006. Die Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung (SBB) in Bonn feiert Geburtstag: Zum Jahresbeginn 2007 ist es 10 Jahre her, dass ihr die Durchführung der "Begabtenförderung berufliche Bildung" übertragen wurde. Verantwortlich dafür zeichnet der damalige Bundesminister für Bildung und Forschung, Dr. Jürgen Rüttgers. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen begabte und leistungsbereite junge Menschen nach ihrer Berufsausbildung. Sie können sich bei ihrer Kammer oder direkt bei der Stiftung um ein attraktives Weiterbildungsstipendium bewerben. Je Stipendiat/in stehen bis zu 5.100 EUR bereit, verteilt auf maximal drei Jahre.
In 10 Jahren hat die Stiftung knapp 46.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert. Zählt man die Geförderten seit 1991 hinzu, als die Begabtenförderung berufliche Bildung vom damaligen Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft ins Leben gerufen wurde, so sind es 67.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Jedes Jahr kommen über 4.000 junge Leute hinzu. Sie nutzten und nutzen ihr Stipendium für rund 140.000 Weiterbildungen - vom Tagesseminar bis zur mehrjährigen Aufstiegsqualifizierung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dafür bislang mehr als 200 Mio. EUR zur Verfügung gestellt.
"Das ist gut investiertes Geld", erklärt RA Arno Metzler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Freien Berufe und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der SBB, anlässlich des 10. Jahrestages der Zuständigkeitsübertragung. Der Gesamtnutzen der Begabtenförderung berufliche Bildung ist aus Sicht der Stipendiatinnen und Stipendiaten beträchtlich. Neun von zehn Geförderten sehen in dem Programm einen erheblichen Nutzen für ihre berufliche und persönliche Entwicklung. Sie konnten sich durch die geförderten Weiterbildungen in ihrer beruflichen Tätigkeit oder Position verbessern.
Mitte 1996 gründeten der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Deutsche Handwerkskammertag und der Bundesverband der Freien Berufe die SBB als gemeinnützige Gesellschaft mbH. Im Auftrag des BMBF koordiniert sie die bundeseinheitliche Durchführung der Begabtenförderung berufliche Bildung. Sie berät die Kammern und zuständigen Stellen vor Ort in allen praktischen Fragen, unterstützt sie mit geeigneten Materialien und bewirtschaftet die Fördermittel.
"Zu dem Erfolg des Stipendienprogramms", betont RA Metzler, "hat dessen Konzeption wesentlich beigetragen. Die Umsetzung erfolgt durch die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, die Freiberuflerkammern usw. Sie wählen ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten nach den Förderrichtlinien des BMBF selbst aus und beraten sie sachkundig bei ihrer Entscheidung für eine chancenfördernde berufliche Weiterqualifizierung. Diese wirtschaftnahe Beratung stellt den Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg der Begabtenförderung dar. Bei den Kammern stehen hierfür praxiserfahrene Weiterbildungsberater/innen zur Verfügung. Von der SBB werden sie zielgerichtet unterstützt."
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten bevorzugen fachbezogene, praxisnahe Weiterbildungen. Die Themen Handwerk und Technik stehen in ihrer Gunst ganz oben. Jede vierte Weiterbildung fällt in diesen Bereich, insbesondere die stark nachgefragte Meister- und Technikerqualifizierung. Es folgen kaufmännische Weiterbildungen und moderne Fremdsprachen. Im Vordergrund steht der Auf- oder Ausbau verhandlungssicherer Englischkenntnisse. Beliebt sind auch EDV-Trainings, Führungsseminare sowie Rhetorikkurse.
Die Begabtenförderung berufliche Bildung ist der Gegenpol zur akademischen Begabtenförderung der Studienstiftungen. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Leistungen im beruflichen Bereich - sei es in Unternehmen, sei es in Handwerksbetrieben, in Verwaltungen, Praxen oder auch in Krankenhäusern - genau so Anerkennung und Förderung verdienen wie wissenschaftliche Leistungen. Denn: Junge Menschen, die mehr können, wissen und leisten als andere, gibt es natürlich auch hier. Die Begabtenförderung berufliche Bildung fördert diese begabten, jungen Fachkräfte gezielt in ihrer Weiterbildung. Daran hat sich seit der Zuständigkeitsübertragung auf die SBB vor zehn Jahren nichts geändert.
"Neben dieser Kernaufgabe ist die SBB für mich auch noch ein herausragendes Beispiel für gutes zweckgerichtetes Zusammenwirken zwischen Staat und Selbstverwaltung der Wirtschaft mit Beispielspotential für andere Felder", würdigt Metzler das Gesamtkonzept.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH)
Alexander Legowski, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mohrenstr. 20/21, 10117 Berlin
Telefon: (030) 20619-0, Telefax: (030) 20619-460
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