"11.000 Erzieherinnen bundesweit im Streik" / Arbeitgeber müssen verhandlungsfähiges Angebot für Gesundheitsschutz-Tarifvertrag vorlegen
(Frankfurt am Main) - 11.000 Erzieherinnen haben heute (15. Mai 2009) bundesweit gestreikt. Schwerpunkte der Streiks waren in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bremen. In Bremen, Kassel und Mainz beispielsweise blieben bis auf die Notdienste alle kommunalen Kitas geschlossen. Die Beschäftigten haben die Kitas bestreikt, um Druck für einen Gesundheitsschutz-Tarifvertrag zu machen. "Die Streiks haben gezeigt, dass die Beschäftigten bereit sind, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die Arbeitgeber müssen in der nächsten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen. Sie sind gut beraten, sich von ihrer Hinhaltetaktik zu verabschieden", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad am Freitag (15. Mai 2009) in Frankfurt a.M. Sie kündigte eine zweite Streikwelle für Montag und Dienstag kommender Woche an.
Info: Die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern, der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ist auf den 27. Mai terminiert. In dieser Runde geht es auch darum, die durch die Ablösung des Bundesangestelltentarifvertrags (BAT) durch den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) verursachten Gehaltsverluste für neu eingestellte Erzieherinnen in Höhe von rund 13 Prozent aufzufangen. Außerdem hält es die GEW für dringend notwendig, die Kriterien für die Eingruppierung in das BAT-Vergütungssystem, die aus dem Jahr 1991 stammen und noch heute angewendet werden, an die gestiegenen Anforderungen an die Qualität der Arbeit anzupassen. Sie fordert, Erzieherinnen künftig nicht mehr in Entgeltgruppe (EG) 6 mit einem Anfangsgehalt von 1.920 Euro, sondern in EG 9 (Anfangsgehalt 2.237 Euro) einzugruppieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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