Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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2006 schließt mit Neuzulassungsfeuerwerk / Höchststände bei Export und Produktion

(Frankfurt am Main) - 2006 wurden in Deutschland mit 3,47 Mio. Fahrzeugen so viele Pkw neu zugelassen wie seit sieben Jahren nicht mehr. Der ansehnliche Anstieg von 4 Prozent war vor allem auf das Zulassungsfeuerwerk in den letzten beiden Monaten zurückzuführen. „Das waren zwei Wonnemonate, an die man aber nicht die normale Elle der Automobilkonjunktur anlegen darf“, betonte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Nachdem bereits im November die Neuzulassungen um 18 Prozent gestiegen waren, wurden im Dezember mit 302.000 Pkw 17 Prozent mehr abgesetzt. Neben der Steuerersparnis trieben Produktneuheiten, Incentives und die verbesserte Kaufstimmung insbesondere im Privatkundengeschäft die Jahresendrallye an.

Die deutschen Konzernmarken schnitten im Dezember besser ab als die Importeure. Der Dieselanteil stieg auf über 44 Prozent, wobei die deutschen Hersteller, deren Diesel-Pkw inzwischen zu 90 Prozent mit Partikelfiltern ausgerüstet sind, hier einen Marktanteil von 77 Prozent erreichten.

Die Auftragseingänge aus dem Inland gingen erwartungsgemäß im Dezember aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung am 1. Januar 2007 um 11 Prozent zurück. Der Auftragsbestand wurde im Dezember kräftig abgebaut und unterschritt das Vorjahresergebnis um knapp 7 Prozent. Prof. Gottschalk: „Das Jahresschlussgeschäft hat gebrummt, die Läger wurden geräumt. Nun bleibt zu hoffen, dass der Start ins neue Autojahr nicht allzu holprig verläuft.“

Das Marktumfeld zum Jahresbeginn wird vor allem – neben der gestiegenen Mehrwert- und Versicherungsteuer – durch die Kürzung der Pendlerpauschale und eine zusätzliche Preiserhöhung bei den Kraftstoffen aufgrund der Biokraftstoffquote belastet. „Alles hängt nun davon ab, ob der Knoten geplatzt ist und wir mit einer zunehmend kräftigen Konjunktur und verbesserten Stimmung bei den Konsumenten rechnen können. An neuen Modellen und dem Ersatzbedarf fehlt es jedenfalls nicht. Das Pkw-Durchschnittsalter ist mit rund 100 Monaten so hoch wie nie zuvor“, sagte Prof. Gottschalk.

Das Auslandsgeschäft bleibt weiter auf hohem Niveau. Im Dezember wurden aus dem Ausland 9 Prozent mehr Aufträge als vor Jahresfrist verzeichnet. Der Export übertraf mit 289.000 Pkw trotz zweier Arbeitstage weniger das Vorjahresniveau um 1 Prozent. Im Gesamtjahr präsentierten sich die deutschen Hersteller auf den ausländischen Märkten mit knapp 3,9 Mio. ausgeführten Pkw (+2,5 Prozent) wiederum mit einem neuen Exportrekord. Auch auf dem um 3 Prozent rückläufigen US-Markt konnten die deutschen Hersteller im vergangenen Jahr ihren Absatz gegen den Trend um 6 Prozent auf 921.000 Light Vehicles steigern. Bei Light Trucks erzielten die deutschen Marken sogar einen Zuwachs von 10 Prozent, während der Markt um 6 Prozent zurückging. Auch im Dezember schnitten die deutschen Marken besser ab als der Gesamtmarkt.

Die Pkw-Produktion im Inland unterschritt im Dezember das Vorjahresvolumen um 2 Prozent. 2006 liefen 5,4 Mio. Pkw (+1 Prozent) von den deutschen Bändern. Auch das ist ein neuer Rekordwert bei der Produktion. Prof. Gottschalk: „Die deutsche Automobilindustrie zeigte damit einmal mehr, dass es ihr gelang, am Standort Deutschland erfolgreich zu sein und dennoch die Globalisierung mit einer um 13 Prozent gestiegenen Auslandsfertigung aktiv zu gestalten.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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