49. VhU-Bildungsforum / Frühkindliche Bildung entscheidet: Qualität sichern und stärken
(Frankfurt am Main) - Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) hat anlässlich ihres heutigen 49. Bildungsforums eine Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung in Hessen gefordert. Im Mittelpunkt müssten zwei Aufgaben stehen, an denen sich die Zukunftsfähigkeit des Standorts entscheide: eine flächendeckend wirksame Sprachförderung und die frühe Förderung von Neugier, insbesondere an mathematisch-technischen Zusammenhängen.
„Frühkindliche Bildung entscheidet. Wer hier klug investiert, spart später hohe Kosten beim Auffangen von Bildungsdefiziten in der Schule, in der Ausbildung und am Arbeitsmarkt", so VhU-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert im Vorfeld der Veranstaltung. „Wer eingeschult wird, muss gut genug Deutsch sprechen. Und wer morgen Fachkräfte will, muss heute dafür sorgen, dass Kinder schon in der Kita Freude am Fragen, Ausprobieren und Forschen entwickeln."
Sprache sei die Schlüsselkompetenz für jede weitere Bildungsbiografie. Verbindliche Sprachstandsanalysen und die verpflichtenden hessischen Vorlaufkurse seien daher der richtige Weg, müssten aber intensiviert und ausgeweitet werden, so die VhU. Auch bei der beruflichen Orientierung möchte die VhU früh ansetzen: „Berufliche Orientierung beginnt mit Neugier. Bauen, Zählen, Experimentieren, erste Erfahrungen mit Natur und Technik müssen zum Alltag in Hessens Kitas gehören. Der MINT-Frühjahrsreport meldet rund 3.700 fehlende Fachkräfte. Das ist nicht nur ein Schul- oder Ausbildungsproblem, sondern beginnt viel früher", so Pollert.
Damit frühe MINT-Bildung im Kita-Alltag stattfinden könne, brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, praxistaugliche Materialien und starke Partner. Die VhU sieht hier Chancen in der gezielten Zusammenarbeit von Kitas mit Unternehmen, Stiftungen und Bildungsinitiativen: „Unsere Mitgliedsunternehmen sind bereit, sich einzubringen. Was es braucht, sind unbürokratische Strukturen, in denen aus Engagement auch Wirkung wird."
Voraussetzung für beides – Sprache und MINT – sei Betreuungssicherheit. „Solange in Hessen mehrere zehntausend Kita-Plätze fehlen und Einrichtungen immer wieder wegen Personalmangels schließen müssen, gilt: Quantität und Qualität vor Beitragsfreiheit. Es hilft keiner Familie, wenn der Platz beitragsfrei wäre, es ihn aber gar nicht gibt", so Pollert.
Pollert fasste die Erwartung der hessischen Wirtschaft so zusammen: „Sprache öffnet die Tür zur Bildung, Neugier hält sie offen. Wenn Hessen beides in der Kita verankert, legen wir das Fundament für Schule, Ausbildung und Fachkräftesicherung. Land, Kommunen und Wirtschaft müssen dafür jetzt gemeinsam Tempo machen."
Zum VhU-Bildungsforum
Das VhU-Bildungsforum wird seit über zwanzig Jahren von der VhU ausgerichtet. Es greift jeweils ein bildungspolitisches Thema auf, das in Form eines Fachvortrages fokussiert wird, auf den anschließend die thematisch zuständigen Sprecherinnen bzw. Sprecher der Fraktionen aus dem Hessischen Landtag reagieren.
Beim 49. VhU-Bildungsforum steht das Thema „Frühkindliche Bildung“ im Mittelpunkt. Es referiert Professorin Yvonne Anders vom DIPF (Leibniz-Institut für Bildungsforschung). Für die Fraktionen aus dem Hessischen Landtag nehmen Hans Christian Göttlicher (CDU), Dr. Josefine Koebe (SPD), Daniel May (Bündnis 90/Die Grünen) und Moritz Promny (FDP) Stellung.
Quelle und Kontaktadresse:
VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Patrick Schulze, Geschäftsführer(in) Kommunikation, Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main, Telefon: 069 95808-0
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