Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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5. VDA-Qualitätsgipfel in München / Deutliche Fortschritte in den letzten Jahren / Wissmann: Frühzeitige Einbindung der Zulieferer sichert Qualität und Innovation

(Frankfurt am Main/München) - „Mit der frühzeitigen Einbindung der Zulieferer in die Entwicklung und Produktion neuer Modelle sichern wir die Qualität und damit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), vor über 200 Unternehmensvertretern auf dem 5. VDA-Qualitätsgipfel in der „BMW Welt“ in München. „Qualität ist und bleibt das Markenzeichen für unsere Produkte. `Made in Germany´ bedeutet Premiumqualität für Premiumprodukte. Das erwarten unsere Kunden von uns, und das ist auch unser Anspruch an uns selbst, unser gemeinsames Selbstverständnis von Herstellern und Zulieferern“, so Wissmann.

„Deutsche Automobilhersteller werden im globalen Wettbewerb nur dann dauerhaft eine Chance haben, wenn sie sich mit bester Qualität und bahnbrechenden Innovationen differenzieren. So haben wir in der Vergangenheit Erfolge verzeichnet. Und so werden wir auch in Zukunft erfolgreich sein können“, betonte Dr. Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG und Gastgeber des 5. Qualitätsgipfels.

Wissmann unterstrich: „Für die Qualität der Produkte dieser Industrie übernehmen alle Beteiligten der Lieferkette Verantwortung. Qualität ist unteilbar.“ Diese Schlüsselbranche sei beim Thema Qualität in den letzten fünf Jahren erheblich vorangekommen. So haben sich bei der ADAC-Pannenstatistik die Fahrzeuge der deutschen Hersteller Jahr für Jahr verbessert und sichern sich regelmäßig vordere Plätze. Im aktuellen ADAC AutoMarxX, bei dem die Qualität als entscheidender Faktor einfließt, belegen die deutschen Hersteller die Plätze 1 bis 5. Und auch die J. D. Power Kundenzufriedenheitsstatistik für Deutschland zeigt die kontinuierliche Verbesserung des Qualitätsniveaus der deutschen Marken.

„Trotz dieser Fortschritte sind wir heute weit davon entfernt, uns zufrieden zurückzulehnen. Qualität ist ein ständiger Prozess. Die Qualität unserer Fahrzeuge ist das Produkt gemeinsamer Standards, vernetzter Abläufe und transparenter Kommunikation. Qualität braucht die dynamische Verbindung von Erfahrung und Vision, von Kosten und Nutzen, von immer neuen Ideen und wirksamen Methoden“, so Wissmann. Er hob hervor: „Auch der Kunde honoriert unsere Anstrengungen. Das zeigen unser gestiegener Marktanteil in Europa, ein Exportanteil von über 75 Prozent und ein voraussichtlich neuer Exportrekord in 2007.“

„Verantwortung und Qualität sind allerdings keine Einbahnstraße. Verlässlichkeit und eine langfristige strategische Partnerschaft zwischen den Partnern in der Wertschöpfungskette sind Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenwirken“, sagte Wissmann, der damit auch auf das nicht immer einfache Zusammenspiel zwischen Herstellern und Zulieferern einging.

Die frühzeitige Einbindung der Lieferanten diene der Absicherung des Reifegrades in der Lieferkette, betonte er. Die Reifegradabsicherung steuere das gesamte Entwicklungsprojekt über die komplette Lieferkette vom Hersteller bis zum letzten Zulieferer im Ablauf. Von der ersten Skizze des Neuteiles bis zum Produktionsstart regle die Reifegradmethode die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zur fehlerfreien Produktion und Lieferung von Neuteilen. Mit diesem Instrument werden alte Schnittstellen überflüssig, da mehrere Lieferanten gemeinsam mit dem Hersteller an „runden Tischen“ Lösungsansätze diskutieren und finden. Diese neue Transparenz erhöhe die Innovationsgeschwindigkeit, zudem sorge die Einführung von standardisiertem Projektmanagement für mehr Effizienz. Dazu gehöre auch eine übergreifende Bewertungsmethode für Software Prozesse – „Spice“ -, auf die sich der VDA mit seinen Mitgliedern geeinigt habe.

Nachdem sich die Qualitätsgipfel in den letzten Jahren mit der Produkt-Entstehung, der Qualitätsstrategie und dem Produktionsprozess beschäftigt haben, wurde bereits im vergangenen Jahr, beim 4. Qualitätsgipfel, die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern über die gesamte Lieferkette hinweg in den Mittelpunkt gestellt. Der jetzige Qualitätsgipfel in München baut darauf auf und behandelt das komplexe Feld des Innovationsmanagements.

„Es ist keineswegs selbstverständlich, dass sich Kunde und Lieferant gemeinsam auf ein Podium begeben, um über Probleme und deren Lösungsansätze zu diskutieren. Dass wir dies gemeinsam schaffen, ist eines der Erfolgsgeheimnisse der deutschen Automobilindustrie“, unterstrich Wissmann.

Er wies zudem darauf hin, dass die Kundenbetreuung nicht mit der Auslieferung der Fahrzeuge ende, sondern dort eigentlich erst beginne. Daher müsse Qualitätsmanagement künftig auch die Aftersales-Aktivitäten und die Werkstätten mit einbeziehen. Wissmann: „Ein Bruch im Qualitätsdenken zwischen Produktentstehung, Herstellung und Kundennutzung verärgert nicht nur den Kunden und treibt diesen in die Arme der Konkurrenz, sondern erhöht auch die Kosten der Garantie und der Gewährleistung.“ Daher werde sich das Qualitätsmanagement verstärkt auch dem Service zuwenden.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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