Pressemitteilung | Deutscher Fundraising Verband e.V.

8. Fundraiserinnen-Tag: Mit Kreativität die Finanzkrise bekämpfen

(Wiesbaden) - Um die gegenwärtige Finanzkrise zu überwinden, müssen Sozialeinrichtungen und Kulturinstitutionen verstärkt Kreativität und die Bereitschaft umzudenken, zeigen, sagte die Journalistin und Kommunikationsexpertin Carmen Thomas am 15. November beim 8. Fundraiserinnen-Tag in Wiesbaden. Rund 150 Expertinnen für Spenden, Stiftungen und Sponsoren versammelten sich auf Einladung des Deutschen Fundraising Verbandes in der hessischen Landeshauptstadt. „Wir waren bis auf den letzten Platz ausgebucht“, berichtete Anette Brücher-Herpel, Vorstandsmitglied der Organisation. „Kein Wunder“, ergänzte ihre Kollegin Ursula Kapp-Barutzki, „überall wird gespart, die Kirchen und der Staat haben leere Kassen, da stellt sich die Frage nach Fundraising, nach bürgerschaftlichem Engagement in Form von Geld-, Sach- und Zeitspenden“.

Thomas, lange Jahre im Dienste des WDR als Reporterin unterwegs und heute als Moderationstrainerin und Coach tätig, plädierte dafür, ausgetretene Pfade zu verlassen. Hinzukommen müsse eine klare Definition der Ziele. Mit dem Zitat „Wenn Du weißt, was Du tun willst, dann kannst Du tun, was Du willst“, sprach sie den Anwesenden in Ihrem Vortrag Mut zu. Brücher-Herpel, Juristin und Leiterin der Rechtsabteilung der Stiftung Deutsche Sporthilfe, fügte hinzu, die Frauen dürften nicht vergessen, dass Sie mit Ihrer Arbeit als Fundraiserin einen wichtigen Beitrag zur Arbeit der Verbände und Institutionen leisten. Sie hätten auch ein Recht darauf, entsprechend anerkannt und bezahlt zu werden, sagte sie.

Kapp-Barutzki, zweite Vorsitzende des Deutschen Fundraising Verbandes, beruflich als Leiterin der Fundraisingabteilung bei der Deutschen Welthungerhilfe beschäftigt, erinnerte an die Wurzeln des vor acht Jahren erstmals organisierten Treffen. „Viele der Frauen hier waren und sind Quereinsteigerinnen, für sie ist diese Veranstaltung ungeheuer wichtig, um ihr Know-how zu verbessern, um Netzwerke zu knüpfen“. Sozialarbeiterinnen, Pädagoginnen, Kulturwissenschaftlerin, Bürofachfrauen, EDV-Spezialistinnen – die Teilnehmerinnen übten ursprünglich ganz unterschiedliche Berufe aus, berichtete die Volkswirtin.

Der Deutsche Fundraising Verband hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Gegenwärtig repräsentiert er 917 Männer und Frauen, der Anteil der Geschlechter ist ungefähr gleich. Erst vor wenigen Wochen, anlässlich des zehnjährigen Bestehens, hat die Organisation ihren Namen geändert. Gegründet wurde Sie 1993 als Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmarketing, die Entscheidung, den später hinzugekommen Zusatz „Deutscher Fundraising Verband e.V.“ als neue Bezeichnung zu wählen, traf die Mitgliederversammlung einhellig. „Damit wollen wir dokumentieren, dass die Leute aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen – Soziales, Kirche, Kultur, Bildung, Umwelt, internationale humanitäre Hilfe – beim Berufsverband der Mittelbeschaffer ist wirklich alles dabei“, so Kapp-Barutzki. Allein in diesem Jahr hat der Verband neue 136 Mitglieder in die Kartei bekommen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmarketing - Deutscher Fundraising Verband e.V. (BSM) Emil-von-Behring-Str. 3, 60439 Frankfurt Telefon: 069/95733070, Telefax: 069/95733071

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