9. E-Commerce-Konferenz: Technische Lösungen liegen auf dem Tisch! / Anton J. Schmidt: Elektronische Beschaffungsprozesse helfen den Krankenhäusern zu überleben
(Frankfurt am Main) - Elektronische Beschaffungsprozesse kurz E-Procurement - stehen im Gesundheitsmarkt vor dem Durchbruch. Die Konsolidierung der Dienstleister hat stattgefunden, die E-Procurement-Plattformen sind gut aufgestellt. Die technischen Lösungen liegen auf dem Tisch. Dieses positive Fazit zogt der BVMed-Vorstandsvorsitzende Anton J. Schmidt (Ethicon GmbH) auf der 9. E-Commerce-Konferenz von MedInform am 27. Februar 2007 vor rund 220 Teilnehmern von Kliniken, Lieferanten und Dienstleistern in Frankfurt. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed. Bei den Vorteilen der E-Procurement-Lösungen für Kliniken und Lieferanten waren sich alle Experten einig: sie liegen in der Erhöhung der Versorgungssicherheit, dem Wegfall von Medienbrüchen und manuellen Schritten, der Entlastung des Pflegepersonals, der Verbesserung der Datenqualität, weniger fehlerhaften Bestellungen und Kosteneinsparungen durch Standardisierung der Prozesse. Studien belegen, dass E-Procurement Einsparungen von bis zu 45 Prozent der Prozesskosten ermöglicht.
Ein weiterer Aspekt rückt mehr und mehr in den Fokus: die besondere Bedeutung von elektronischen Beschaffungsprozessen für die Datenerhebung und die Datenanalyse. Die Auswertungstools werden immer wichtiger, so Prof. Dr. Ursula Hübner von der Fachhochschule Osnabrück und AGKAMED-Geschäftsführer Dr. Oliver Gründel unisono. Das Schlagwort lautet Business Intelligence. Die Industrievertreter sprachen zudem von dem Aspekt der Patientensicherheit. Voraussetzung dafür sind strukturierte Daten über einheitliche Standards und Klassifikationen. Hier zeigten die IT-Experten Fortschritte in den globalen Standardisierungsbemühungen durch die Healthcare User Group (HUG) unter dem Dach der GS1 auf. Vertreter privater Klinikketten betonten die Bedeutung eines partnerschaftlichen Ansatzes: Wir müssen die Prozesse in den Kliniken optimieren und die Datenqualität verbessern. Das geht nur gemeinsam mit der Medizinprodukteindustrie, so Wolfgang Zeise von der Rhön-Klinikum AG. Adelheid Jakobs-Schäfer von den HELIOS-Kliniken berichtet, dass bereits 38 Lieferanten tief integriert seien, also bis zur elektronischen Rechnungslegung.
Für die Medizinprodukteindustrie sei E-Commerce bereits zum Standard geworden. Standardisierte Kommunikationswege seien etabliert, so Anton J. Schmidt. Die technisch mögliche Fax-Automatisierung sieht er als Vorstufe zu E-Commerce. Die Premium-Lösung bleibe die tiefe Integration in die Systeme der Kliniken und Lieferanten. Schmidt: E-Procurement ist weit mehr als nur Bestellen. Es hilft den Krankenhäusern, zu überleben. Denn Logistikprozesse hätten einen erheblichen Einfluss auf alle Abläufe und Leistungsbereiche im Krankenhaus und seien ein wesentlicher Bestandteil von Qualität. Die mit der Logistik verbundenen Prozesskosten bieten dabei ein erhebliches Einsparpotential. Bestreben der Unternehmen der Medizintechnologie sei es, die Krankenhäuser bei der Prozessoptimierung zu unterstützen. Neben E-Procurement seien hier die Stationsbelieferung oder die Konsignationslager zu nennen, um Einsparpotentiale zu ermöglichen. Unser Ziel ist die Optimierung der Beschaffungskette in Partnerschaft mit unseren Kunden, so Schmidt.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
Manfred Beeres, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin
Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99
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