90 Pressekonferenzen in zwei Tagen 258 Weltpremieren / Glänzender Start der 62. IAA Nutzfahrzeuge / Innovationen für mehr Umweltschutz und Sicherheit / Stars of the Year vergeben
(Hannover) - Die 62. IAA Nutzfahrzeuge ist glänzend gestartet. Mit ihrem Innovationsfeuerwerk von 258 Weltpremieren zeigt die weltweit bedeutendste Nutzfahrzeugmesse, welches Potenzial für mehr Transporteffizienz, mehr Umweltschutz und mehr Sicherheit in dieser dynamischen Schlüsselbranche steckt, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) am Abend der Nutzfahrzeugpresse vor 700 Gästen in Hannover, darunter zahlreiche Vorstandsvorsitzende der ausstellenden Unternehmen und viele Journalisten. An den beiden Pressetagen (23./24. September) finden rund 90 Pressekonferenzen statt, bevor am 25. September 2008 die IAA offiziell von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos eröffnet wird. Rund 2.500 Journalisten aus über 60 Ländern berichten über die wichtigste Mobilitätsmesse.
Diese IAA Nutzfahrzeuge ist eine IAA der Rekorde, unterstrich Wissmann. Die Zahl der Aussteller ist um mehr als ein Drittel auf 2.084 sprunghaft gestiegen, viele neue Firmen aus Osteuropa und Asien sind erstmals dabei. Die Ausstellungsfläche ist um 10 Prozent auf 275.000 Quadratmeter gewachsen. Kennzeichnend für den Charakter der IAA ist vor allem, dass diese Leitmesse noch internationaler ist als alle vorangegangenen: Die ausstellenden Firmen kommen aus 48 Ländern, sagte Wissmann. So sind z. B. dieses Jahr 133 chinesische Aussteller in Hannover vertreten dreimal so viel wie vor zwei Jahren. Gegenüber der IAA 2006 hat sich die Zahl der internationalen Aussteller um über 50 Prozent auf 1.188 erhöht. Das entspricht einem Anteil von 57 Prozent an allen ausstellenden Unternehmen. Den internationalen Charakter unterstreichen auch die Länderveranstaltungen Indien, Russland und Türkei drei wesentliche Nutzfahrzeugmärkte mit erheblichem Potenzial.
Zwei Schwerpunktthemen prägen diese IAA: Das ist einmal die Umwelt also Klimaschutz, Steigerung der Transporteffizienz mit geringeren CO2-Emissionen. Das Nutzfahrzeug bekommt alternative Antriebe Hybrid, Erdgas, Wasserstoff. Auch der Clean Diesel wird noch leistungsstärker und reduziert seine Emissionen.
Die Nutzfahrzeugindustrie ist führend in der Umwelttechnologie, sie investiert Milliardenbeträge in die Verbesserung der Transporteffizienz, in die Senkung der Schadstoffe und in die CO2-Reduktion. Gleichzeitig müssen wir jedoch feststellen, dass der Erhalt und Ausbau unserer Verkehrsinfrastruktur mit dem gestiegenen Transportaufkommen keineswegs Schritt hält und auch künftig sehen wir eine große Finanzierungslücke. Wenn der Wirtschaftsstandort nicht im Stau stecken bleiben soll, ist die Politik nun gefordert, so Wissmann. Er forderte nachhaltige Investitionen in die Straßenverkehrsinfrastruktur. Dafür sollten die Einnahmen durch die Lkw-Maut verwendet werden. Wissmann wies allerdings darauf hin, dass die Mauterhöhung zu einer Zeit komme, in der das Transportgewerbe den Kostenschub durch die neue EU-Arbeitszeitregelung noch nicht verarbeitet habe und zugleich unter dem starken Anstieg der Kraftstoffpreise leide. Unsere Forderung ist daher, die Mautgestaltung noch einmal zu überdenken. Außerdem muss sichergestellt sein, dass die Mehreinnahmen in vollem Umfang die Fernstraßeninvestitionen verstärken. Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Fernstraßeninvestitionen gemäß der mittelfristigen Finanzplanung trotz Mauterhöhung schon 2011 wieder unter dem heutigen Niveau liegen sollen.
Zweitens zeigt diese IAA die neuesten Fortschritte beim Thema Sicherheit. Eine Vielzahl an Assistenzsystemen erleichtert dem Fahrer die Arbeit und sorgt für deutlich weniger Unfälle. Allerdings muss der Kunde dieses Angebot auch wahrnehmen hier setzen wir auf finanzielle Anreize, hier ist die Politik gefordert, betonte Wissmann.
Was mich besonders freut: Mit über 1.200 Unternehmen sind die Zulieferer die stärkste Ausstellergruppe hier auf der IAA. Sie haben um 40 Prozent zugelegt. Aber auch die rund 250 Anhänger- und Aufbautenhersteller sind auf dieser IAA besonders präsent, so der VDA-Präsident.
Die IAA ist mehr als eine Messe, sie ist das weltweit größte Mobilitätssymposium mit über 130 Fachveranstaltungen und Diskussionsforen, so Wissmann weiter. Die IAA zeige zudem: Die Nutzfahrzeugbranche ist weltweit eine Wachstumsbranche auch wenn die Inlandskonjunktur sich derzeit normalisiert. Und ohne Nutzfahrzeug ist wirtschaftliches Wachstum nicht denkbar. Daher auch das IAA-Motto: Nutzfahrzeuge für alle unterwegs, erläuterte der VDA-Präsident.
Am Abend der Nutzfahrzeugpresse wurden zum dritten Mal nach 2006 und 2004 drei der renommiertesten internationalen Auszeichnungen im Nutzfahrzeuggeschäft vergeben: die Verleihung des Truck of the Year, des Bus of the Year und des Van of the Year. Die Mitglieder der jeweiligen Jury sind namhafte Nutzfahrzeugjournalisten und Chefredakteure aus ganz Europa, die die Produkte in zahlreichen Tests auf Herz und Nieren prüfen. International Truck of the Year 2009 wurde der Mercedes-Benz Actros. International Bus of the Year 2009 wurde der Niederflurbus Setra MultiClass S415NF. International Van of the Year 2009 wurde der neue Fiat/PSA Minivan, der auch als Citroën Nemo, Peugeot Bipper und Fiat Fiorino vermarktet wird.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261
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