Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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90 Prozent aller Diesel-Neufahrzeuge deutscher Marken mit Partikelfilter / VDA: Feinstaub-Feuerwerk an Silvester – auch ohne Diesel

(Frankfurt) - Durch das traditionelle Silvesterfeuerwerk wird es erneut in den frühen Morgenstunden des Neujahrstages zu einer deutlichen Überschreitung der zulässigen Feinstaubgrenzwerte kommen. Zahlreiche Messstellen werden dadurch am 1. Januar bereits die erste Grenzwertüberschreitung des Tagesmittelwertes verzeichnen. „Auch diesmal wird sich zeigen, dass die Freude über das Silvesterfeuerwerk keine Feinstaubgrenzen kennt“, betont Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Das geht zu Lasten des erlaubten Jahreskontingents von 35 Tagen, an denen der Feinstaub-Grenzwert für die Außenluft überschritten werden darf.

„Und wenn sich der Silvester-Pulverdampf verzogen hat, gilt weiterhin: Der Feinstaub bleibt – trotz Filter“, so Prof. Gottschalk. Denn die Höhe der Feinstaubbelastung ist weitgehend witterungsabhängig und die Folge von austauscharmen Wetterlagen. Auf Diesel-Pkw entfallen lediglich 7 Prozent der gesamten Feinstaubemissionen. Die deutsche Automobilindustrie hat ihre Hausaufgaben gemacht: Mittlerweile sind 90 Prozent aller neuen deutschen Diesel-Pkw mit Partikelfilter ausgerüstet und praktisch rußfrei. Praxistests wie das Verkehrsverbot während des Besuchs von US-Präsident Bush haben gezeigt, dass sich die Emissionswerte nicht veränderten. Daher sollten auch die Kommunen „mit Augenmaߓ an die Umsetzung ihrer „Aktionspläne“, die die geplante Sperrung von Innenstädten für ältere Pkw beinhalten, herangehen. Prof. Gottschalk: „Niemandem ist geholfen, wenn aufgrund von bürokratischem Übereifer plötzlich Zigtausende von Pendlern Schwierigkeiten haben, ihren Arbeitsplatz zu erreichen – und die lokalen Feinstaubgrenzwerte dennoch überschritten werden.“

Nicht nur bei der Ausrüstung der Neufahrzeuge, sondern auch für die Filter-Nachrüstung der Bestandsfahrzeuge stehen die deutschen Automobilhersteller längst bereit. „Sie warten schon viel zu lange auf die seit Jahren versprochenen Steueranreize“, so Prof. Gottschalk. Auch für leichte und schwere Nutzfahrzeuge haben die deutschen Hersteller höchst effiziente Nachrüstlösungen im Angebot. „Eine Möglichkeit, wie man dem Feinstaub zu Leibe rücken kann, ohne auf das Feuerwerk zu verzichten, ist die Erneuerung des Fahrzeugbestandes“, so Prof. Gottschalk weiter.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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