Abgestimmtes Verhalten der Krankenhausverhandler auf Arbeitgeberseite notwendig
(Berlin) - Zur Ausweitung des Tarifkonflikts zwischen der Ärzteschaft und den Krankenhäusern erklärte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:
Wie schon bei den Universitätskliniken stellt der Marburger Bund auch bei den kommunalen Krankenhäusern Forderungen, die in der Sache nicht gerechtfertigt, in der Höhe überzogen und von den Kliniken in keinster Weise refinanziert werden können. Viele kommunale Krankenhäuser schreiben rote Zahlen und müssen mit der vom Gesetzgeber eng vorgegebenen Zuwachsbegrenzung von 0,63 Prozent auskommen. Zweistellige Lohnsteigerungen, wie sie vom Marburger Bund gefordert werden, können von den Städten und Landkreisen als Träger der Kliniken nicht aufgefangen werden. Zudem besteht die Gefahr des Überschwappens zu hoher Abschlüsse auf alle übrigen Krankenhausträgergruppen. Deshalb appelliert die DKG nachhaltig an die Verhandler der Krankenhäuser auf der Kommunal- und Länderebene, den Forderungen des Marburger Bundes mit einem eng abgestimmten Verhalten zu begegnen. Es ist die unbestreitbare Interessenslage der Krankenhäuser, diese Verhandlungen so schnell wie möglich im Rahmen der real gegebenen Refinanzierungsbedingungen zu Ende zu bringen. Die DKG appelliert zugleich an die Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern, sich ihrer persönlichen Verantwortung im Mitarbeiterteam der Kliniken bewusst zu sein und sich nicht für entsolidarisierende und viele Krankenhäuser existenzgefährdende Lohnforderungen einspannen zu lassen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)
Dr. Andreas Priefler, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystr. 3, 10623 Berlin
Telefon: (030) 39801-0, Telefax: (030) 39801-301
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